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Der Herd in der Zahnmedizin

Dienstag, 01. Juli 2014 | Druckversion

Vielen Patienten würde gar nicht erst in den Sinn kommen, dass ihre Gelenkschmerzen, der auffällige Haarausfall oder die Hautprobleme oft von einem ernsthaften zahnmedizinischen Problem verursacht werden.

Dieser Herd verursacht diverse Symptome an den verschiedensten Stellen im Körper, deshalb vermutet man gar nicht, dass die Probleme primär woanders entstanden sind und ausgerechnet eine gründliche zahnärztliche Untersuchung Licht ins Dunkel bringen könnte. In der Zahnmedizin ist es lange kein Geheimnis mehr, dass Entzündungen oder pathologische Veränderungen im Zahn-Kieferbereich auf den ganzen Organismus negativ auswirken.

Was ist ein Zahnherd?



Beim Verdacht auf einen Zahnherd ist eine gründliche zahnärztliche Untersuchung nötig.
Beim Verdacht auf einen Zahnherd ist eine gründliche zahnärztliche Untersuchung nötig.
Als Herdkrankheit bezeichnet man eine durch einen Herd bedingte Krankheit, einen Prozess, bei dem für die Erkrankung eines Organs eine andere Entzündung im Körper mitverantwortlich ist. Infektiöse und chronische Entzündungen tarnen sich, indem sie nur an anderen Stellen des Körpers Symptome verursachen. Im Herd kommt es zur Anhäufung von Bakterien, die durch unseren Kreislauf samt ihrer Toxine verschiedene Stellen im Körper erreichen. Es handelt sich dabei um einen langwierigen Vorgang, was die Entdeckung des Herdes hinauszögert, so dass man ihm fast nur durch Zufall auf die Spur kommen kann.

Herde und Störfelder können grundsätzlich überall entstehen, doch deutlich dominant sind diese im Kieferbereich anzutreffen, anfällig sind aber auch Mittelohr, Gesichtshöhle, Gallenblase, Mandeln, Prostata oder Eierstöcke. Der höchste Anteil ist jedoch den zahnmedizinischen Herden zuzuschreiben, die vor allem durch Karies, unzulängliche Zahnfüllungen, nicht durchgebrochene Zähne, Zahnfleischentzündung, Zysten oder durch Parodontitis verursacht werden.

Symptome und Folgen



Obwohl die toxinbildenden Bakterien im Herd selbst völlig symptomfrei bleiben, gelangen sie durch die Blut- und Lymphbahnen leicht an solche Stellen im Körper, wo sie bei den abgeschwächten Schutzmechanismen viel Unheil anrichten können. Warnzeichen wie übermäßiger Haarausfall, Hautausschlag, Ekzem, Gelenkschmerzen, Allergie und Darmentzündung sollten die Alarmglocken läuten lassen. Schlechte Zähne können auch verantwortlich sein für jene Kopf- und Nackenschmerzen, die mit der Zeit in die Schultern, Stirn und Schläfen strahlen.

Zahnfleischbluten und anhaltender Blutgeschmack im Mund oder Mundtrockenheit können auch zu den Symptomen gerechnet werden, denn in diesen Fällen laufen wir sogar Gefahr, dass sich die positiven Wirkungen vom Speichel in der Mundhöhle nicht entfalten können und unsere Zähne unbeschützt bleiben.

Zahnherde sind heimtückisch und richten in vielen Fällen schwerwiegende gesundheitliche Folgen an, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bindehautentzündung, chronische Nierenentzündung, Leberabszess, Atemwegserkrankungen, Erkrankungen des Verdauungstraktes oder des Nervensystems und können bei der Schwangerschaft sogar zu Frühgeburten führen.

Herdsuche, Herdbehandlung, zahnärztliche Kontrolle



Bei Verdacht auf einen Zahnherd wird zunächst der Gesundheitszustand des Patienten erfasst, eine Panorama-Röntgenaufnahme gefertigt und bei der physikalischen Untersuchung werden dann die Zähne auf ihre Vitalität untersucht, Karies und Entzündungen werden genau lokalisiert.
Das primäre Ziel ist in jedem Fall die Erhaltung aller betroffenen Zähne, deshalb kommen in erster Linie konservierende Therapien in Frage, wie Wurzelbehandlung (im Notfall mit Wurzelspitzenresektion) und entsprechende Füllungen. Nicht erhaltungswürdige Zähne müssen jedoch entfernt und ersetzt werden.

Zahnherde rechtzeitig zu erkennen, ist also nicht nur für unsere Zahngesundheit wichtig! Tägliche Mundhygiene als konsequente Prävention sollte mit regelmäßigen Zahnkontrollen abgerundet werden.


Der Herd in der Zahnmedizin
Vielen Patienten würde gar nicht erst in den Sinn kommen, dass ihre Gelenkschmerzen, der auffällige Haarausfall oder die Hautprobleme oft von einem ernsthaften zahnmedizinischen Problem verursacht werden.
Gelencsér Dental Zahnklinik
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Letzte Änderung: 24. September 2015
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Autor: Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér, Inhaber der Gelencsér Dental GmbH Zahnmedizinisches und Zahntechnisches Labor in Hévíz, leitender Fachzahnarzt. Schwerpunkte: Prothetik, Ästhetischer Zahnersatz, Implantationszahnersatz, Vollkiefer-Rekonstruktion, Implantation, fester, herausnehmbarer sowie kombinierter Zahnersatz, Gnathologie, Behandlung von Zahnfleischerkrankungen. Folgen Sie ihm auf folgenden Social Media Oberflächen: Facebook, Youtube oder kontaktieren Sie ihn per E-Mail: drgelencser@zahnarzt-ungarn-heviz.de
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