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Dämmerschlaf – Zahnbehandlung in "Narkose"

Letzte Änderung: 17. September 2020

Von A wie Angst, bis Z wie Zahnarzt. Oder am besten gleich zum Zahnarzt, ohne Angst? Angst hat viele Gesichter – das unsichere, mulmige Gefühl kann über Beklemmungen und Furcht bis hin zu Panik und Phobien ausarten.


Ob tatsächliche Erfahrungswerte dahinterstecken oder nur pure Angst vor Schmerzen, ob angemessen oder unangemessen, mit oder ohne somatische Symptome: Angst und Zahnarzt gehören für die meisten zusammen wie Pech und Schwefel.

Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung hat Angst vor dem Zahnarzt, dem Bohrer, bestimmten Zahnbehandlungen oder vor Zahnarztbesuchen generell. Es gibt unendliche Möglichkeiten, die in einer Zahnarztpraxis Angstzustände auslösen können.

Die gute Nachricht für alle: man kann jetzt direkt zum Zahnarzt, ohne davor Angstzustände durchmachen zu müssen.

Moderne Zahnarztpraxen sind bereits mit entsprechendem Gerätepark und Fachpersonal zum Sedieren ausgestattet. Es handelt sich dabei um eine Technik, die dem Patienten ermöglicht, unangenehme, angsteinflößende Eingriffe unter Ausschaltung der Schmerzreize und mit einer totalen oder partiellen Gedächtnislücke zu überstehen.

Man wacht nach der Zahnbehandlung wie aus einem tiefen Schlaf entspannt auf und kann sich meistens an nichts erinnern.

Wenn es die oben genannten Dinge sind, die zwischen Ihrer Angst und dem langersehnten neuen Lächeln stehen, dann lesen Sie weiter. Im folgenden führen wir Sie durch die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Sedierung. Die sog. Sedierung ist nämlich das, worum es geht, wenn man von Narkose beim Zahnarzt spricht.

Ist die Zahnarztnarkose eine Narkose? Wem ist sie zu empfehlen?



Vielen Patienten ist selbst der Gedanke an den Zahnarztbesuch das pure Grauen: dies kann oft auf Kindheitstraumata zurückgeführt werden, aber oft liegt auch eine Panikerkrankung im Hintergrund oder auch eine diagnostizierte Zahnarztphobie.

Die Angst vor dem Zahnarzt steht unbestreitbar ganz oben auf der Angstliste, deshalb sind stress- und schmerzfreie Zahnbehandlungsmethoden eine grundsätzliche Herausforderung für die Zahnärzte. Behandlungen unter Narkose bzw. Sedierung finden in den USA und in Westeuropa seit Jahrzehnten statt, in Ungarn werden sie erst in letzter Zeit in die Alltagspraxis umgesetzt.

Grundsätzlich können alle zahnärztlichen und zahnchirurgischen Eingriffe unter Lokal- und Leitungsanästhesie auch ohne Sedierung schmerzfrei durchgeführt werden.

Wenn man jedoch zu große Angst vor Schmerzen hat, hat man heutzutage die Möglichkeit, über die Lokalanästhesie hinaus auch sediert zu werden. Die Sedierung ist keine Narkose. Es handelt sich dabei um ein sicheres Verfahren zur Angst- und Stressausschaltung, anzusiedeln irgendwo zwischen der lokalen und der allgemeinen Anästhesie. Sinnvoll ist eine Sedierung vor allem dann, wenn der geplante Eingriff lang und mit einer überdurchschnittlichen Belastung für den Organismus verbunden ist bzw. wenn Angstzustände mit negativen Folgeerscheinungen (Herzrasen, Bluthochdruck, u.Ä.) einhergehen, welche bei der geplanten Behandlung als Risikofaktoren einzustufen wären.

Was ist der Unterschied zwischen Narkose und Dämmerschlaf (Analgosedierung)?



In letzter Zeit wird die sog. „Wachsedierung“ bevorzugt eingesetzt. Die umgangssprachlich auch als Dämmerschlaf bekannte Sedierung (bei der verschiedene Stadien zu unterscheiden sind), wird bei solchen Eingriffen eingesetzt, bei denen eine Vollnarkose nicht erforderlich ist.

Ergänzend zu den Lokalanästhetika wird zur emotionalen Beruhigung und Angstreduzierung noch intravenös ein Schlafmittel verabreicht. Daher auch der Fachbegriff Analgosedierung, welcher sich aus einer Kombination von “Analgetika” und “Sedativa”, also schmerzlindernden und beruhigenden Mitteln bildet. Bestimmte Funktionen des zentralen Nervensystems werden gedämpft, und der Schlafzustand ist so oberflächlich, dass der Patient das Bewusstsein nicht verliert, wie etwa bei einer Narkose.


Durch den angst- und schmerzfreien Zustand wird der Patient für die Zeit der therapeutischen Maßnahmen abgeschirmt, aber im Unterschied zu einer Vollnarkose bleiben Eigenatmung und sämtliche Rachenreflexe erhalten, Würge- und Brechreiz werden aber erheblich abgeschwächt.

Der Patient ist während des Eingriffs nicht bewusstlos, das Bewusstsein ist gedämpft, sodass er die ganze Zeit kooperativ und fähig ist, die Instruktionen des Arztes zu befolgen – Mund öffnen und schließen, den Kopf drehen usw.

Der Dämmerschlaf ermöglicht, durch die Kooperationsfähigkeit des bedingt ansprechbaren, jedoch adäquat sedierten Patienten, dass der Zahnarzt Bissproben macht, Abdrücke nimmt oder auch die Bisshöhe einstellt.

Der Dämmerschlaf gilt nicht als tiefe Sedierung, denn der Patient nimmt seine Umgebung wahr, ist aber die ganze Zeit in einem ruhigen, angst- und stressfreiem Zustand, an den er sich nach dem Aufwachen nicht erinnern kann.

Bei einer tiefen Narkose werden mehrere, potenziell riskante Eingriffe durchgeführt. Muskelfunktionen werden medikamentös ausgeschaltet, was auch die Atemfunktionen blockiert, deswegen muss der Patient in diesem Fall durch ein weiches Rohr, das in die Luftröhre eingeführt wird, künstlich beatmet werden.

Bei der „wachen“ Sedierung (moderates Stadium) hingegen erübrigen sich diese unnötigen invasiven Eingriffe, die eine zusätzliche Gefahrenquelle darstellen.

Da die verabreichten Schmerz- und Schlafmittel in beiden Fällen, sowohl bei einer leichten als auch bei einer tiefen Sedierung, die Atmung und den Kreislauf beeinflussen, ist eine Überwachung mit Monitoring der Lebensfunktionen erforderlich.

Wie läuft der Dämmerschlaf ab, und wie wird die Behandlung durchgeführt?



Der Behandlung geht in jedem Fall eine persönliche Konsultation mit dem Anästhesisten voraus. Hierbei wird dem Patienten erklärt, was genau gemacht wird, mit welchen möglichen Komplikationen zu rechnen ist, Krankengeschichte und regelmäßig genommene Medikamente werden dokumentiert.


Nach der anästhesiologischen Untersuchung setzt der Narkosearzt einen Venenzugang. Er führt in eine geeignete Vene eine Kanüle ein, an der eine Infusionspumpe angeschlossen wird.

Dadurch werden verschiedene schnellwirkende Beruhigungs- und Schmerzmittel injiziert, um das Bewusstsein des Patienten zu dämpfen, damit er die ganze Operation nicht wahrnimmt, kein Schmerzempfinden hat und sich nachher an nichts erinnern kann.

Während der Sedierung werden die physiologischen Systeme (Blutdruck, EKG mit Herzfrequenz, Puls, Atmung, Sauerstoffsättigung, usw.) permanent überwacht.

Nach Beendigung des zahnärztlichen Eingriffs werden die Narkosemittel langsam reduziert, bis das Bewusstsein ganz zurückkehrt. Nach der Sedation wird der Patient noch eine Weile überwacht. Die Klinik darf er anschließend nur in Begleitung einer erwachsenen Person verlassen.

Wie fühlt man sich, wenn man nach der Sedierung aufwacht?



Die Sedierung bietet Angstfreiheit und Schmerzlosigkeit. Der größte Vorteil, der sich daraus ergibt ist, dass man sich nachher an nichts vom ganzen Eingriff erinnert, höchstens an Anfang und Ende der Behandlung. Deshalb bleibt es auch nicht als unangenehmes Erlebnis im Gedächtnis haften.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Patient während der ganzen Behandlung in einem völlig entspannten Zustand ist, was die Arbeit des Zahnarztes erheblich vereinfacht und in vielen Fällen auch beschleunigt, da unkooperatives Patientenverhalten auf diese Weise ausgeschlossen ist.

Gibt es schädliche Nebenwirkungen? Kann es gefährlich für einen gesunden Menschen sein? Wie schwer wird der Organismus belastet?



Der Dämmerschlaf gilt als sicheres Routineverfahren. Jede Narkose hat aber gewisse Nebenwirkungen. In diesem Fall kann es zu Narkosezwischenfällen kommen, die eher selten und harmlos sind und spätestens in wenigen Tagen auch wieder verschwinden:
  • allergische Reaktionen
  • Schwierigkeiten beim Stechen der Vene
  • Venenreizung
  • Hämatome
  • Infektionen an der Einstichstelle
  • Taubheitsgefühl
  • oberflächliches Atmen bis Atemstillstand
  • Herz-Kreislauf-Störungen
  • Bewusstseinsverlust
  • postoperative Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • vorübergehende Übelkeit
  • vereinzelt Muskelzittern
  • Frieren
  • Verwirrtheit

Die meisten davon sind durch sorgfältige Anamneseerhebung effektiv vorzubeugen bzw. zu behandeln.

Gibt es kontraindizierende Risikofaktoren?



Die Voraussetzung für eine Zahnbehandlung im Dämmerschlaf ist die Narkosetauglichkeit. Erwachsene in einem guten Gesundheitszustand und selbst Bluthochdruckpatienten mit eingestelltem Blutdruck können ohne weiteres ihre Zahnbehandlungen im Dämmerschlaf über sich ergehen lassen.

Bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen sowie bei bestehender Atemwegsinfektion wird die Sedierung als riskant eingestuft. Kontraindiziert ist sie bei Kindern und Schwangeren.

Bei jeder Art von Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen, bei akuten und/oder chronischen Erkrankungen, entscheidet der Anästhesist nach sorgfältiger Anamneseerhebung, in Kenntnis der bekannten präoperativen Erkrankungen und nach den erforderlichen Voruntersuchungen, individuell über die Narkosetauglichkeit.

Was muss man vor und nach der Sedierung beachten?



Vor der Analgosedierung muss man eine Nahrungskarenz einhalten: auf feste Nahrung sollte man 5 Stunden lang vor dem Eingriff verzichten, in den letzten 2 präoperativen Stunden ist auch Flüssigkeit untersagt. Vor der Sedierung sollte zur Sicherheit die Harnblase entleert werden.

Vor der Entlassung aus der Klinik überzeugt sich das Fachpersonal darüber, dass der Patient orientiert ist, entlassen wird er jedoch nur unter Aufsicht einer erwachsenen Begleitperson.

In den ersten 24 postoperativen Stunden ist es strengstens untersagt, aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen, gefährliche Geräte zu benutzen oder Alkohol zu trinken.

Haben Sie Angst zum Zahnarzt zu gehen? Leiden Sie vielleicht unter einer Zahnarztphobie?

Eine Zahnarztnarkose kann Ihnen helfen!

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Dämmerschlaf – Zahnbehandlung in "Narkose"
Dämmerschlaf Zahnarzt Narkose Stress- und schmerzfreie Zahnbehandlungen sind für Angstpatienten die ultimative Lösung. Wenn man möchte, kann man nämlich die Zahnbehandlung einfach durchschlafen, und sich nachher an nichts erinnern. Dies ermöglicht die moderate Stufe der Anästhesie, die Sedierung, bekannt auch als Dämmerschlaf.
Gelencsér Dental Zahnklinik
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Dr. Kálmán Gelencsér
Dr. Kálmán Gelencsér
Autor: Dr. Kálmán Gelencsér, Inhaber der Gelencsér Dental GmbH Zahnmedizinisches und Zahntechnisches Labor in Hévíz, leitender Fachzahnarzt. Schwerpunkte: Prothetik, Ästhetischer Zahnersatz, Implantationszahnersatz, Vollkiefer-Rekonstruktion, Implantation, fester, herausnehmbarer sowie kombinierter Zahnersatz, Gnathologie. Folgen Sie ihm auf folgenden Social Media Oberflächen: Facebook, Youtube oder kontaktieren Sie ihn per E-Mail: drgelencser@zahnarzt-ungarn-heviz.de
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