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Wie pflegt man Zahnimplantate richtig und behält sie ein Leben lang?

Sonntag, 22. November 2015 | Druckversion

Zahnimplantate stellen die effektivste Art von Zahnersatz dar, die es heutzutage auf dem Markt zu erreichen ist.

Die in den Kieferknochen eingesetzte künstliche Wurzel wird aus hochreinem medizinischem Titan angefertigt, aber obwohl es sich um eine künstliche Lösung handelt, darf man sie nicht vernachlässigen. Doch häufig ist es nicht der Fall.

Gerade deshalb haben wir eine gute und auch eine schlechte Nachricht: ein Zahnimplantat kann eine lebenslange Lösung sein, aber nur dann, wenn man peinlichst für entsprechende Mundhygiene sorgt.

Warum muss man auf Zahnimplantate aufpassen?



Zahnimplantate werden anstelle der verlorenen Zähne eingesetzt, und darauf wird dann die Zahnkrone, eine Zahnbrücke oder ein herausnehmbarer Zahnersatz befestigt.

Das Knochengewebe kann in die Mikroporen des aus Titan angefertigten Implantats hineinwachsen, deshalb gewährleistet diese Methode eine unglaubliche Stabilität.

Zur Mundpflege können wir die folgenden Mittel benutzen: Zahnbürsten mit weichen Borsten, Zahnseide sowie Mundspülungen und Zahncremes mit Chlorhedixidin
Zur Mundpflege können wir die folgenden Mittel benutzen: Zahnbürsten mit weichen Borsten, Zahnseide sowie Mundspülungen und Zahncremes mit Chlorhedixidin

Da wir von einem künstlichen Ersatz sprechen, könnten wir auch davon ausgehen, dass diese leblose Lösung keinerlei Gefahren ausgesetzt ist. Das Zahnimplantat und der darauf befestigte Zahnersatz können in der Tat nicht von Karies befallen werden, aber wegen unzureichender Mundhygiene kann es trotzdem zu erheblichen Problemen kommen.

Prothesen, künstliche Zahnkronen und Zahnbrücken sind dem Zahnbelag genauso ausgesetzt wie Eigenzähne. Dies führt dann in diesem Fall nicht zu Karies, aber die sich im Zahnbelag ansiedelnden Bakterien richten auch Unheil an. Zahnfleischentzündung und Zahnbetterkrankung gefährden die Stabilität des Implantats, und können sogar zum Implantatverlust führen.

Die Folgen unzureichender Mundpflege sind oft an den Rändern des Zahnfleisches zu sehen, wo sich der Zahnbelag leicht in den Lücken ablagern kann. Deshalb muss man mit der richtigen Putztechnik diesen Zahnbelag selbst von der Oberfläche der Ersatzzähne gründlich entfernen.

Die Folgen



Bei der Zahnfleischentzündung handelt es sich um eine infektiöse Erkrankung des Zahnfleisches, wobei der betroffene Bereich errötet, empfindlich und angeschwollen ist. Das Problem, das auch zum unangenehmen Atem sowie zu Zahnfleischschwund führt, kann man mit der Einhaltung der richtigen Mundpflegevorschriften sowie mithilfe professioneller Zahnsteinentfernung noch relativ einfach beheben.

Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann die entstehende Krankheit das Zahnbett befallen. Die sog. "Peri implantitis“ bedeutet extreme und unmittelbare Gefahr für das Implantat, das sich so weit lockern kann, dass es einfach herausfällt.

Die Eigenzähne verfügen in gewisser Hinsicht über eine durchaus effektive Schutzvorrichtung, die die Bakterien fernhält. Im Gegensatz zu den Zahnimplantaten, die mit dem Knochengewebe direkt verwachsen, sitzen Eigenzähne nämlich nicht unmittelbar im Kieferknochen. Die natürlichen Zahnwurzeln sind von Wurzelzement umgeben, das jedoch keinen direkten Kontakt zum Kieferknochen hat. Zwischen diesen beiden liegt die sog. Wurzelhaut, deren Fasern für einen elastischen Halt des Zahnes sorgen. Die Blutversorgung ist intensiv, und gerade dieser Bereich ist es, der bei den Implantaten fehlt. Implantate verwachsen mit den Knochenzellen, sodass es kein zusätzliches Bindegewebe gibt, das den nötigen Schutz gewähren kann.

Das hat zur Folge, dass Zahnimplantate zwar besonders stabil und sicher sind, verfügen sie über eine geringere Abwehrfähigkeit als Eigenzähne. Also hat der Patient darauf zu achten, dass der Mundbereich sauber genug ist, und dass keine Bakterien nachhhaltig in die Zahnfleischfurchen eindringen können. Bakterienkolonien verursachen Entzündungen, die, wenn sie das Knochengewebe erreichen, die Stabilität des Implantats gefährden.

Zahnfleischentzündung und „peri implantitis“ verursachen keine spektakulären Symptome und gehen nicht einmal mit Schmerzen einher, deshalb werden sie von vielen Patienten erst sehr spät bemerkt. Das blutende Zahnfleisch sollte daher als ernstes Warnsignal gedeutet werden.

Was kann ich tun?



In der Regel werden zwei Sachen empfohlen, die zu beherzigen sind: entsprechende Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Ersteres als Vorbeugemaßnahme, Letzteres als Mittel zum schnellen Eingreifen. Der springende Punkt ist nämlich: rechtzeitig und durchgreifend auftreten.

Bei der Mundpflege peinlichst darauf achten:
  • dass die Mundpflege gründlich und regelmäßig ist. Gründliche Mundhygiene reicht nicht sporadisch, sie muss kontunierlich gründlich sein;
  • dass die Ränder zwischen Implantat und Zahnfleisch vom Belag befreit wird;
  • dass Risikofaktoren wie Rauchen und Stress möglichst zu vermeiden sind.

Zahnkronen, Zahnbrücken und kombinierter Zahnersatz ↗ erfordern verschiedene Putztechniken, die gelernt sein müssen. Ihr Zahnarzt steht Ihnen gern zur Verfügung, und berät Sie gern, damit Sie möglichst lange Zeit Freude an Ihrem Zahnersatz haben. Wenn man sich an die Anweisungen hält und zu den Kontrollterminen erscheint, hat die Arbeit, die der Zahnarzt geleistet hat auch einen Sinn: gesunde Zähne und ein schönes Lächeln über lange Jahrzehnte.

Die besten Mittel zum Zähneputzen



Die richtige Reinigung der Zahnimplantate ist auch aus dem Grunde äußerst wichtig, weil wenn man eins verliert, ist an derselben Stelle wahrscheinlich kein zweites einzusetzen.

Zur Mundpflege empfehlen wir folgende Mittel: Zahnbürsten mit weichen bis medium Borsten (zum Beispiel Curaprox 5400); gewachste oder Schwamm-Zahnseide; sowie Mundspülungen und Zahncremes mit Chlorhexidin.

Interdentalbürsten sind zur Reinigung der Lücken von Zahnbrücken, und Single-Zahnbürsten zur Reinigung von Schienen und künstlichen Zahnstumpfen bei Teleskopkronen geeignet.


Wie pflegt man Zahnimplantate richtig und behält sie ein Leben lang?
Zahnimplantat Pflege Zähneputzen nicht vergessen! Klar doch. Aber Zahnersatz und Implantate brauchen auch Pflege. Wir sagen Ihnen wie und warum.
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Letzte Änderung: 20. September 2017
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Autor: Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér, Inhaber der Gelencsér Dental GmbH Zahnmedizinisches und Zahntechnisches Labor in Hévíz, leitender Fachzahnarzt. Schwerpunkte: Prothetik, Ästhetischer Zahnersatz, Implantationszahnersatz, Vollkiefer-Rekonstruktion, Implantation, fester, herausnehmbarer sowie kombinierter Zahnersatz, Gnathologie, Behandlung von Zahnfleischerkrankungen. Folgen Sie ihm auf folgenden Social Media Oberflächen: Facebook, Youtube oder kontaktieren Sie ihn per E-Mail: drgelencser@zahnarzt-ungarn-heviz.de
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