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Alles, was Sie über die Zahnprothesen wissen wollten

Donnerstag, 29. September 2016 | Druckversion

Unzureichende Mundhygiene und das Versäumen regelmäßiger Zahnarztbesuche führte dazu, dass die erwachsene Bevölkerung über irgendeine Art Zahnersatz verfügt: Oft sind es abnehmbare Brücken, aber Viele haben auch herasnehmbare Vollprothesen.

Wie muss man sich herausnehmbaren Zahnersatz vorstellen?



Herausnehmbare Vollprothesen kennt der Volksmund als Totalprothese. Diesen Zahnersatz kann der Patient ohne fremde Hilfe herausnehmen und zurücksetzen.

Die heutigen Totalprothesen sind dank innovativen Dentalmaterialien und Fertigungsmethoden weitgehend ästhetisch. Die einfache Sauberhaltung und die gute Prothesenhygiene sprechen heute mehr denn je für diesen Zahnersatz.

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Die Arten von herausnehmbarem Zahnersatz



Beim herausnehmbaren Zahnersatz unterscheidet man zwei Arten: es gibt welche, die man nur zum Teil abnehmen kann, andere sind als Ganzes herausnehmbar.

Was das für den Gebrauchsalltag bedeutet, impliziert schon die Benennung. Herausnehmbare Teilprothesen kommen zum Einsatz, wenn der Patient noch über einige Restzähne verfügt, die aber nicht geeignet sind, Zahnkronen oder Zahnbrücken zu fixieren. In diesem Fall ist der anzufertigende Zahnersatz also nicht festsitzend, sondern herausnehmbar.

Totalprothese
Totalprothese

Bei vollständiger Zahnlosigkeit werden komplette Oberkiefer- oder Unterkieferprothesen angefertigt, vorausgesetzt, dass das Knochenangebot des Patienten keine Zahnimplantate zulässt. Das sind die sog. herausnehmbaren Totalprothesen, die in diesem Fall als einzig sinnvolle Lösung für eine verbesserte Lebensqualität sorgen.

Herausnehmbare Teilprothesen



Herausnehmbare Teilprothesen erhalten die Patienten, die noch nicht vom kompletten Zahnverlust geplagt sind. Die Restzähne sind aber nicht mehr stark genug, oder es stehen nicht mehr ausreichende Eigenzähne für einen stabilen, festsitzenden Zahnersatz zur Verfügung.

Zahnerhaltung gilt in jeder Situation als vorrangig, selbst dann, wenn die vorhandenen Zähne schon geschwächt oder geschädigt sind. Diese können nämlich als Pfeiler, als Stützelemente für den herausnehmbaren Zahnersatz dienen.

Im Gegensatz zu den Vollprothesen kann man hier immer noch von einem besseren Tragekomfort sprechen.

Die Teile der herausnehmbaren Teilprothesen



Herausnehmbare Teilprothesen bestehen aus zwei größeren Einheiten: aus einem herausnehmbaren Element und aus einer Zahnkrone oder Zahnbrücke, die auf den abgeschliffenen Eigenzähnen befestigt wird. Darauf findet der herausnehmbare Zahnersatz seinen Halt.

Der herausnehmbare Teil besteht widerum aus mehreren Elemeten: aus einer Grundplatte, künstlichem Zahnfleisch und künstlichen Zähnen.

Die Grundplatte ist quasi ein Gerüst, auf dem das künstliche Zahnfleisch und die Ersatzzähne befestigt werden. Beim herausnehmbaren Zahnersatz schmiegt sich diese Platte vor und an beiden Seiten der Zunge an das Zahnfleisch an. Eine wichtige Aufgabe dieser Grundplatte besteht darin, den Kaudruck entsprechend weiterzuleiten.

Das künstliche Zahnfleisch ist ein Kunststoffteil, welches in seiner Farbgebung mit dem natürlichen Zahnfleisch harmonisiert. Dieses Teil befestigt die Ersatzzähne und sorgt für die natürliche Kontur und Höhe der Lippen.

Die Ersatzzähne werden in der Regel aus Kunststoff angefertigt, und verfügen über einen hohen ästhetischen Effekt.

Die sog. Verankerung, wie der herausnehmbare Zahnersatz an den noch vorhandenen Eigenzähnen befestift wird, kann auf verschiedene Weise erfolgen. Es gibt unter anderem gegossene Klammern, oder auch teleskopierende Lösungen.

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Materialien, die bei den Teilprothesen verwendet werden



Für die einzelnen Teile einer Teilprothese werden diverse Materialien verwendet.

Die Grundplatte besteht entweder aus Metall oder aus Kunststoff, wobei Metall im Vergleich zum Kunststoff auch gleich mehrere Vorteile hat.

Die Bruchfestigkeit ist eine ausschlaggebende Eigenschaft der Prothesen, und Metall ist nun mal viel widerstandsfähiger und dadurch weniger bruchanfällig. In der Bearbeitung kann Metall viel dünner gestaltet werden, was einen Zahnersatz mit mehr Tragekomfort ergibt.

Herausnehmbare Teilprothese
Herausnehmbare Teilprothese

Die Ersatzzähne werden in der Regel aus Kunststoff gemacht. Man muss aber gleich miterwähnen, dass die innovativen Dentalmaterialien keinen Vergleich zu den früheren künstlichen Zähnen darstellen, die heutzutage in puncto Ästhetik weit übertroffen werden.

Ein großer Vorteil des Kunststoffs ist, dass er im Gegensatz zum früher vewendeten Porzellan nicht absplittert oder bricht, und dadurch eben langlebiger ist.

Das künstliche Zahnfleisch besteht aus Acrylat, einem Dentalwerkstoff, der eine individuelle Farbanpassung ermöglicht, damit die herausnehmbare Teilprothese gar nicht erst als Ersatz auffällt.

Die Verankerungsmethoden der herausnehmbaren Teilprothesen



Auf die entsprechend präparierten Eigenzähne können die Teilprothesen durch dirverse Verankerungsmethoden befestigt werden.

Klammerprothesen werden durch Klammern an den Restzähnen verankert. Ein Riesennachteil dabei ist, dass dadurch die Stabilität vom Zahnersatz beeinträchtigt wird. Die Klammern sind im Frontbereich auch sichtbar, daher auch ein Minuspunkt, was die Ästhetik angeht.

Die sog. Teleskopprothesen ↗ werden auf die mit Teleskopkronen versehenen Eigenzähnen verankert. Diese werden mit Primärkronen verkleidet, die dann in die Sekundärkronen gleiten, welche im herausnehmbaren Zahnersatz integriert sind.

Es handelt sich um eine ästhetische Lösung, die gar nicht erst als Zahnersatz auffällt. Der Nachteil besteht darin, dass die Grundplatte etwas größer ausfällt, was die Angewöhnung erschwert.

Die Stegverankerung wird in der Regel mit Zahnimplantaten kombiniert. Mit dem Steg verblockt man zwei Zahnkronen bzw. zwei Implantate, auf dem die herausnehmbare Teilprothese festen Halt findet. Stegprothesen lassen keine ästhetischen Wünsche offen, und gelten auch als äußerst stabil.

Es gibt auch die sog. Geschiebeprothese. Diese wird an den vorhandenen, zur Halterung überkronten Restzähnen befestigt und bleibt unsichtbar. In das Verschlusssystem auf diesen Zähnen schiebt sich das passende Befestigungselement, welches in die Teilprothese eingearbeitet ist.

Herausnehmbare Vollprothesen



Bei völliger Zahnlosigkeit kommen in der Regel herausnehmbare Vollprothesen zum Einsatz.

Diese Art Zahnersatz ist zwar erheblich günstiger als andere Ersatzmöglichkeiten, dafür lässt aber der Tragekomfort zu wünschen übrig. Selbst nach einer Angewöhnungszeit schwindet das Fremdkörpergefühl nicht.



Die Teile einer Vollprothese



Ähnlich wie die herausnehmbaren Teilprothesen bestehen die Vollprothesen aus drei Teilen: aus einer Grundplatte, aus dem künstlichen Zahnfleisch und aus den Ersatzzähnen.

Der Unterschied besteht höchstens darin, dass die Langlebigkeit der Vollprothesen mit der Verstärkung der Grundplatte angestrebt wird, in der Regel durch ein Metallnetz.

Implantatgetragene Vollprothesen



Selbst wenn keine Eigenzähne mehr vorhanden sind, gibt es eine Möglichkeit, einen stabileren, festeren Zahnersatz zu erhalten.

Stegreitende Deckprothese
Stegreitende Deckprothese

Vollprothesen, bzw. sogenannte Deckprothesen ↗ können nämlich auf Zahnimplantaten befestigt werden. Dazu sind je Kiefer mindestens zwei bis vier Implantate nötig - dies wird immer individuell, vom Fachzahnarzt festgestellt.

Wenn die Knochensubstanz für das Einsetzen durchschnittlicher Zahnimplantate nicht ausreichend ist, können auch Mini-Implantate verwendet werden. Unter Umständen reichen auch diese aus, um Zahnersatz zu befestigen.

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Wie aber entsteht Zahnersatz?



Bis man seinen fertigen Zahnersatz erhält, durchläuft dieser einen langen Prozess. Der Blick hinter die Kulissen fehlt jedem, aber über die einzelnen Stationen sollte man sich dennoch im Klaren sein.

Die Anfertigung von Zahnersatz besteht aus vielen Schritten, die größte Aufmerksamkeit erfordern. Dies gilt für Zahntechniker, Zahnarzt und Patienten. Selbst nachdem die Prothese endlich fertig ist, gibt es noch für den Eigentümer viel zu tun.

Wenn es um Zahnersatz geht, ist die erste Phase die Konsultation. Zahnarzt und Patient können hier die in Frage kommenden Möglichkeiten durchsprechen und gemeinsam erörtern, welche Lösung gemäß individuellen Gegebenheiten jeweils die ideale ist.

Dies ist natürlich ausschließlich in Kenntnis sämtlicher Daten der Krankengeschichte möglich, deshalb erfolgt auch immer eine Zustandserfassung.

Als Nächstes wird eine digitale Panoramaröntgenaufnahme (OPG) gemacht. Bei herausnehmbaren Vollprothesen, die auf Implantaten befestigt werden sollen, muss zusätzlich eine 3D Cone Beam CT gemacht werden, um präzise dreidimensionale Messungen vornehmen zu können.

Erst jetzt stehen dann dem Zahnarzt sämtliche Informationen zur Verfügung, um einen individuellen, Schritt für Schritt durchdachten Behandlungsplan erstellen zu können, an dessen Ende der herausnehmbare Voll- oder Teilprothese Wirklichkeit wird.

Die einzelnen Phasen sind eine enge Kooperation zwischen Zahnarzt und Zahnlabor - Abdrucknahme, Abschleifen, Gerüstprobe, Wachsprobe und weitere Einproben bis man beim Farbvergleich endlich in die Zielgerade kommt. Und wenn Farbe, Bisshöhe und Bisslage stimmen, kann man endlich seinen lang ersehnten Zahnersatz bekommen.

To-Do-Liste mit dem fertigen Zahnersatz



Die Übergabe-Prozedur und der Kontrolltermin ist aber gewiss nicht das Ende der Geschichte. Aus einer gewissen Hinsicht steht man selbst erst in den Startlöchern - die Angewöhnung, die Aneignung der richtigen Putz- und Pflegetechniken und die Erscheinung zu den Kontrollterminen bedeuten eine neue Lebenssituation, die man bewältigen muss.

Herausnehmbarer Zahnersatz erfordert viel Geduld - es dauert nämlich unterschiedlich lang, bis man sich an seine Teil- oder Vollprothese gewöhnt hat. Es kann vor allem dann schwieriger sein, wenn man lange Zeit ohne Zähne war. Aber am Ende kann man gewiss unbeschwert wieder lächeln.

Mundhygiene ist nicht nur für die echten Zähne unerlässlich. Die entsprechende Prothesenpflege muss auch gelernt sein, da Bakterien und Zahnbelag viel Unheil anrichten können. Karies kann zwar nicht entstehen, aber Zahnfleisch und Zahnbett sind auch bei den Dritten gefährdet.

Gründliche Mundhygiene sorgt also nicht nur für eine bessere Lebensqualität, aber wie sieht man schon aus mit einem verwahrlosten Zahnersatz? Gesundheit und optische Erscheinung hängen definitiv von unseren Zahnpflegegewohnheiten ab.



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Alles, was Sie über die Zahnprothesen wissen wollten
Zahnprothese Zahnprothesen im Überblick: Erfahren Sie hier, aus welchen Teilen und Materialien sie bestehen und wann welche Art Zahnersatz geeignet ist.
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Letzte Änderung: 23. Oktober 2018
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Autor: Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér, Inhaber der Gelencsér Dental GmbH Zahnmedizinisches und Zahntechnisches Labor in Hévíz, leitender Fachzahnarzt. Schwerpunkte: Prothetik, Ästhetischer Zahnersatz, Implantationszahnersatz, Vollkiefer-Rekonstruktion, Implantation, fester, herausnehmbarer sowie kombinierter Zahnersatz, Gnathologie, Behandlung von Zahnfleischerkrankungen. Folgen Sie ihm auf folgenden Social Media Oberflächen: Facebook, Youtube oder kontaktieren Sie ihn per E-Mail: drgelencser@zahnarzt-ungarn-heviz.de
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