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Vor- und Nachteile der Zirkonkronen

Samstag, 29. November 2014 | Druckversion

Das Streben nach Schönheit bestimmt unseren Alltag: elegant gekleidet, schön geschminkt, top gestylt und in anspruchsvolle Düfte gehüllt versuchen wir unwiderstehlich zu wirken.

Was unsere Zähne angeht, ist es auch nicht anders: ein strahlendes Hollywood-Lächeln gehört fast schon zum Must-Have. Schöne, gepflegte Zähne wecken nämlich Vertrauen, spielen in der Partnerwahl eine entscheidende Rolle und können auch zu mehr Erfolg bei der Arbeit verhelfen.

Ein gepflegtes, tadelloses Lächeln stellt unser Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl wieder her, verbessert die Lebensqualität, und ist in der Lage, unser ganzes Leben grundsätzlich zu verändern.

Das Schamgefühl, die Zähne verstecken zu müssen, verschwindet wie durch einen Zauberschlag, und man genießt plötzlich nicht nur die unbeschwerten Konvesationen, sondern hat wieder Spaß am Essen.

In der Zahnmedizin werden deshalb nicht nur jene prothetischen Lösungen angestrebt, die die Kaufunktion wiederherstellen, sondern vielmehr die, die zugleich vollkommene Ästhetik garantieren.

Funktionalität und Ästhetik gelten heutzutage als unzertrennlich, wie zwei Seiten derselben Medaille.

Das Zirkonoxid ist ein Stoff mit sehr großer Biege-stärke, und ist auch chemisch resistent
Das Zirkonoxid ist ein Stoff mit sehr großer Biege-stärke, und ist auch chemisch resistent

Die Entdeckung der Verwendbarkeit von Zirkonoxid für Zahnkronen und Zahnbrücken gilt eben aus dem Grund mindestens als derart sensationell, wie der Einsatz von Zahnimplantaten. Beide waren eine geniale Lösung für bis dahin unüberwindbare Probleme.

Traditioneller Zahnersatz: Zahnkrone und Zahnbrücke



Unter dem Begriff traditioneller Zahnersatz versteht man Kronen und Brücken, wie sie seit über hundert Jahren angefertigt werden, wobei die früheren unausgegorenen Lösungen in den letzten Jahrzehnten durch etliche Änderungen ständig verbessert wurden.

Unter einer Zahnkrone muss man sich die Rekonstruktion der sichtbaren Zahnoberfläche vorstellen.

Mit der Zahnkrone lässt sich der präparierte Zahn komplett ummanteln, wodurch selbst größere Schäden vorzüglich behoben werden können. Eine Restauration bis an den Zahnfleischrand macht es möglich, die Geometrie und die Kaufläche des Zahnes nachzubilden.

Diese Methode ist viel nachhaltiger, als die gewöhnliche Zahnfüllung, und im Gegensatz zu den Füllungsmaterialien kann die Farbe der Zahnkronen individuell angepasst werden.

Unter einer Zahnbrücke versteht man die Lösung, bei der für eine bessere Stabilität mehrere Zahnkronen aneinander geklebt werden.

Dadurch eignen sich Zahnbrücken, wie die Bezeichnung auch vermuten lässt, für die Überbrückung von Zahnlücken, indem die beiden vorhandenen Zähne um die Lücke Pfeilerkronen erhalten mit einem Brückenglied dazwischen.

Zahnkronen und Zahnbrücken sind sog. indirekte Zahnersatzmethoden, weil sie nicht unmittelbar im Behandlungsstuhl angefertigt werden, sondern nach einer exakten Abdrucknahme im Dentallabor, und eingeklebt werden sie auch erst nach sorgfältigen Einproben.

Die Anfertigung erfordert Fachwissen, Erfahrung und viel Aufmerksamkeit, um den Zahnersatz so passgenau zu gestalten, dass dieser später keine Gelenkschädigungen und Sekundärkaries verursacht.

Aus diesem Grund arbeiten die meisten Kliniken mit der revolutionären CAD/CAM Technologie, mit der Planen und Fräsen computergesteuert ausgeführt wird. Mit diesem modernen System, das eine Schließgenauigkeit von 3-5 Mikron, dem Tausendstel des Millimeters, ermöglicht, können perfekte Ergebnisse erzielt werden, wobei sich der Einsatz fast ausschließlich bei der Anfertigung von Zirkonkronen rentiert.

Zahnkronen und Zahnbrücken, die unter örtlicher Betäubung verfertigt werden, müssen über ein extrem stabiles Fundament verfügen, um der Belastung des täglichen Gebrauchs stand halten zu können.

Bevor Zirkonoxid als Alternative zur Verfügung stand, ergaben sich eben daraus die meisten Probleme, da die Patienten oft gar keine Wahl hatten: statt ästhetischer Vollkeramik gab es nur Metallkeramikkronen ↗.

Vollkeramikkronen ohne Metallgerüst sind fast ausschließlich im Frontzahnbereich sinnvoll, und diese eignen sich auch nicht für eine Brückenkonstruktion, da das Gerüst der extremen Belastung durch das Kauen nicht stand hält.

Patienten wollen aber verständlicherweise eine ästhetische Lösung, und obwohl Metallkeramikkronen günstig und langlebig sind, kann man mit der Zeit mit Verfärbungen am Zahnfleischrand rechnen, und das lichtundurchlässige Material ergibt optisch weniger ästhetischere Zahnfarben.

Die ultimative metallfreie Lösung?



Hätte man Zirkoniumoxid für den zahnmedizinischen Gebrauch nicht entdeckt, stünde man als Patient ohne zufriedenstellende Lösungen da – ästhetische Porzellankronen können nicht überall beliebig verwendet werden, Metallkeramik gilt aber auch nicht als optimal, vor allem, wenn es um die Frontzähne geht.

Zirkonium ↗ ist ein hartes, massives Material, dessen Oxide seit den 90’er Jahren in der Zahnheilkunde verwendet werden, um damit die diversen Metalle und Metalllegierungen zu ersetzen.

Zirkonkronen, die ein Höchstmaß an Qualität garantieren und als Spitzen-Zahnersatz gelten, kommen sowohl im Frontzahnbereich als auch bei den Molaren als Rekonstruktionsmaßnahme in Betracht. Sie eignen sich bestens als implantatgetragene Kronen, und sind auch massiv genug für Brückenkonstruktionen.

Ein Zirkonoxid-Gerüst, das vollkommen metallfrei ist, ist dennoch stark genug, um der Belastung durch das tägliche Kauen standzuhalten, und wie das später erörtert wird, bietet dieses Material auch Ästhetik ohnegleichen.

Es ist kein Zufall, dass gerade diese Lösung von den meisten Zahnärzten empfohlen wird, da eine Zirkonkrone allen Ansprüchen gerecht wird: die Kaufunktion kann perfekt wiederhergestellt werden, und dafür muss man aber auch nicht auf das ersehnte, strahlend weiße Hollywood-Lächeln verzichten.

Zirkonkrone oder doch eine Metallkeramikkrone?


Die Vorteile der Zirkonkronen



Wollte man die Vorteile der Zirkonkronen auflisten, stünden Ästhetik und Langlebigkeit an der Spitze der Rangliste.

Die Ästhetik ist einerseits dem weißen Zirkonoxid-Gerüst, andererseits der lichtdurchlässigen Keramikverblendung zu verdanken, welche nach dem Brennen natürlich erscheinen und den echten Zähnen zum Verwechseln ahnlich sehen.

Dank der CAD/CAM-Technologie und einer passgenauen Schulterpräparation findet die Krone einen perfekten Sitz auf dem Zahnstumpf, und da das Ganze völlig ohne Metall auskommt, ist das Risiko auf eine Metallallergie ↗ gleich Null. Kein verfärbtes Zahnfleisch, keine Grautöne, nur einwandfreie Optik.

Diese Lösung kann der Entstehung von Sekundärkaries vorbeugen, was im Endeffekt nicht nur eine den restlichen Zähnen angepasste Lösung bedeutet, sondern darüber hinaus auch einen sicheren, langlebigen Zahnersatz.

Und damit sind wir beim zweiten Punkt angelangt: der zweite Vorteil ist nämlich eindeutig die Langlebigkeit. Zirkonoxid ist ein chemisch wiederstandsfähiges Material mit hoher Biegefestigkeit, das viel stärker ist, als das Gerüst der Metallkeramikkronen. Zirkonkronen sind daher langlebiger, da sie weder platzen, noch splittern oder zerspringen.

Diese Eigenschaften machen es möglich, dass Zirkonkronen im Gegensatz zu den Vollkeramikkronen beliebig eingesetzt werden können. Dank der extremen Härte eignen sie sich auch dafür, eine größere Zahnmangel zu überbrücken.

Man kann also laut sagen: Zirkonkronen und Zirkonbrücken sind ein vollwertiger Ersatz für die verlorenen Zähne, so dass man nichts Besseres empfehlen kann, wenn der Patient Zahnersatz braucht.

Die Vorteile nehmen aber hier noch lange kein Ende.

Als herausragendes Positivum für die Zirkonkronen gilt, dass wie es bei unseren eigenen Zähnen der Fall ist, das Zahnfleisch an der Krone festwachsen kann, so ist es auch auf lange Sicht nicht zu befürchten, dass sich das Zahnfleisch entzündet oder sich zurückzieht.

Metallfreier Zahnersatz reagiert weder auf Hitze noch auf Kälte, und leitet auch keine Elektrizität, so hat man auch keinen metallischen Geschmack im Mund.

Die Nachteile der Zirkonkronen



Mit der Auflistung der Vorteile haben wir quasi all unser Schießpulver verschossen, und für die Nachteile haben wir fast keine Munition übrig. Wir wollen aber keine halbe Arbeit leisten, die Tatsachen nicht verschweigen, so nehmen wir mal unter die Lupe, was gegen die Zirkonkronen spricht.

Eigentlich nur eines: der Preis.

Der größte Nachteil von Zirkonkronen und Zirkonbrücken besteht nämlich darin, dass diese im Vergleich zu Kronen aus Verblend-Metall-Keramik oder zu den Vollkeramikkronen eindeutig teurer sind.

Auf lange Sicht geht es aber um eine Investition, die dank Ästhetik und Langlebigkeit jeden Cent Wert ist.

Das Wichtigste bei der ganzen Geschichte sind: unsere Gesundheit, unsere Schönheit und unser Wohlbefinden.

Das Wichtigste sind wir, und wir sollten uns die bestmögliche Lösung gönnen.


Zirkonkrone oder doch eine Metallkeramikkrone?



Vor- und Nachteile der Zirkonkronen
Zirkonkrone Was Sie über Zirkonkronen schon immer wissen wollten: viele plausible Vorteile und lediglich ein einziger Nachteil. Eine Investition, die sich aber lohnt.
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Letzte Änderung: 23. Oktober 2018
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Autor: Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér, Inhaber der Gelencsér Dental GmbH Zahnmedizinisches und Zahntechnisches Labor in Hévíz, leitender Fachzahnarzt. Schwerpunkte: Prothetik, Ästhetischer Zahnersatz, Implantationszahnersatz, Vollkiefer-Rekonstruktion, Implantation, fester, herausnehmbarer sowie kombinierter Zahnersatz, Gnathologie, Behandlung von Zahnfleischerkrankungen. Folgen Sie ihm auf folgenden Social Media Oberflächen: Facebook, Youtube oder kontaktieren Sie ihn per E-Mail: drgelencser@zahnarzt-ungarn-heviz.de
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