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Woher weiß ich, ob mein Zahnfleisch gesund ist und was muss ich tun, damit es auch so bleibt?

Donnerstag, 17. Dezember 2015 | Druckversion

Schönheit und Gesundheit unserer Zähne hängen engstens mit dem Zustand unseres Zahnfleisches zusammen. Diese spezielle Schleimhaut, die eng um die alveolaren Erweiterungen der Kieferknochen liegt und unser Kauorgan schützt, ist durch ihren besonderen Aufbau extrem widerstandsfähig.

Die gesunde Mundflora ergibt sich daher aus dem optimalen Zusammenspiel vom Zustand der Zähne und des Zahnfleisches.

Die Gesundheit unseres Zahnfleisches ist genauso wichtig, wie die Pflege unserer Zähne. In unserem hektischen Alltag lauern viele Gefahren selbst für das Zahnfleisch, und es liegt allein an uns, in wie weit wir für einen Schutz gegen die diversen Krankheitserreger sorgen können.

Woher weiß ich, ob mein Zahnfleisch gesund ist?



Das wichtigste sichtbare Merkmal für ein gesundes Zahnfleisch ist seine blassrosa Farbe; man könnte auch sagen, zartrosa, keinesfalls aber rot. Es haftet fest an den Zähnen und darf bei richtiger (sanfter) Zahnputztechnik nicht bluten, tut auch nicht weh, wenn man es anfasst. Es weist keinerlei Anzeichen einer Entzündung auf.

Gesundes Zahnfleisch
Gesundes Zahnfleisch

Die Gesundheit des Zahnfleisches wird durch den Zahnstein beeinträchtigt, deshalb ist es wichtig, um der Entstehung überhaupt vorzubeugen, alle 6-12 Monate eine professionelle Zahnreinigung ↗ durchführen zu lassen. Mit regelmäßigen Zahnarztbesuchen können eventuelle Probleme auch rechtzeitig behoben werden.

Wie erkenne ich, dass mein Zahnfleisch erkrankt ist?



Die größte Gefahr für unser Zahnfleisch stellt die Zahnfleischentzündug dar, die fachsprachlich Gingivitis genannt wird. Diese reversible Entzündung, die unbehandelt jedoch zur Zahnbetterkrankung führt, wird durch bakterielle Plaque zwischen Zahnfleisch und Zähnen verursacht, welche das betroffene Areal irritiert und häufig eine Entzündung hervorruft.

Zahnfleischbluten ist ein ernstes Warnsignal
Zahnfleischbluten ist ein ernstes Warnsignal

Gingivitis ↗ ist ein heimtückisches Problem, da sie keinerlei Symptome hat. Wie das möglich ist? Weil sie äußert selten Schmerzen verursacht. Als Warnsignal kann man höchstens Zahnfleischbluten deuten, worüber die meisten denken, es sei harmlos, sie hätten ja das Zahnfleisch bei der Mundpflege nur mit der Zahnbürste oder der Zahnseide verletzt. Viele denken auch nichts dabei, wenn das Zahnfleisch errötet und angeschwollen ist; die Alarmglocken sollten aber schon lange läuten, wenn es sich beim Anfassen auch weicher anfühlt.

Ihr Zahnarzt kann die Zahnfleischentzündung relativ einfach diagnostizieren, und wenn das Problem bereits da ist, kann er viel durch eine professionelle Mundhygienebehandlung (Zahnsteinentfernung) und eine Zahnputz-Schulung dagegen tun.

Die endgültige Lösung liegt bei Ihnen – wenn man sich nämlich an die richtige Mundpflege-Anweisungen hält, kann man dieses Problem mit der Zeit loswerden.

Wie kann ich die Gesundheit meines Zahnfleisches bewahren?



Das gesunde Zahnfleisch braucht eine entsprechende Mundhygiene und ständige Aufmerksamkeit.

Die Einhaltung der Anweisungen unseres Zahnarztes hat oberste Priorität (richtige Putztechnik, das Benutzen von Zahnseide); als Zweites darf man die regelmäßigen Kontrollen nicht vergessen; und als Drittes muss man auf seine Lebensweise achten. Dazu gehört gesunde Ernährung und Laster loswerden.

Wir haben für Sie zusammengefasst, was beachtet werden muss, wenn einem viel an der Gesundheit vom Zahnfleisch liegt:

Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnseide – wie benutzt man sie richtig?



Zähne putzen und Zahnseide benutzen mindestens zweimal am Tag, das ist uns allen bekannt – das Wie jedoch kaum.

Unser Zahnfleisch bleibt stark und gesund, wenn wir bei der Wahl von Zahnpasta darauf achten, dass diese die Zahnsteinbildung hemmt und eine ausreichende Menge an den nötigen Wirkstoffen enthält.

Zahnbürste ist nicht gleich Zahnbürste - auch dahinter steckt Wissenschaft!
Zahnbürste ist nicht gleich Zahnbürste - auch dahinter steckt Wissenschaft!

Die richtige Zahnbürste ↗ hat weiche Borsten in dichten Reihen, einen geraden Bürstenhals und einen kleinen Bürstenkopf, damit man alle Stellen im Mund erreichen kann, auch die Hinterseite der Backenzähne. Beim Zähneputzen sollte man mit dieser richtigen Zahnbürste auch das Zahnfleisch sanft durchmassieren – es wird sich dafür später dankbar zeigen!

Das Mundwasser sollte man kurenmäßig anwenden (in gegebenen Zeitabschnitten, nicht permanent), und am besten immer die alkoholfreie Variante vom Regal nehmen.

Vitamine für das gesunde Zahnfleisch



Mit den richtigen Vitaminen können wir nicht nur unseren Organismus unterstützen, sondern auch viel für die Gesundheit von unserem Zahnfleisch tun.

Aus zahnmedizinischer Sicht sind die Vitamine A, B, C, D und K besonders bedeutungsvoll.

Für Vitamin C ist nicht nur das Immunsystem dankbar
Für Vitamin C ist nicht nur das Immunsystem dankbar

Vitamin A sorgt für die Gesundheit von Schleimhäuten und Zahnschmelz, Vitamin B6 ist unerlässlich für die optimalen Zellfunktionen, B12 beugt Entzündungen vor, und Vitamin C wirkt prophylaktisch und lindernd bei Zahnfleischentzündung.

Vitamin D spielt die Hauptrolle bei der Zahn- und Knochenbildung, indem es ermöglicht, dass Kalzium überhaupt erst aufgenommen und eingebaut wird.

Vitamin K ist in der Lage, Zahnfleischbluten nicht nur vorzubeugen, sondern auch zu stoppen. Es wird benötigt für eine angemessene Regelung der Blutgerinnung, ferner für die Hemmung der Säureproduktion durch Kariesbakterien.

Genügend und die richtigen Vitamine ↗ zu sich zu nehmen, ist in den Wintermonaten besonders wichtig, denn die Vitaminbatterien unseres Körpers laufen ohne Nachschub schnell leer, wodurch unser ganzes Immunsystem abgeschwächt wird.

Rauchen und Alkohol – wie wirken sie auf die Mundgesundheit?



Nikotin und regelmäßiger Alkoholkonsum gelten auch aus zahnmedizinischer Sicht als extrem schädlich, da sie die Mundhygiene erheblich beeinträchtigen.

Die Patienten sind sich nicht im Klaren darüber, welche Folgen zum Beispiel das Rauchen für die Gesundheit der Zähne ↗ und des Zahnfleisches hat. Unwissenheit schützt aber bekanntlich nicht vor Konsequenzen.

Und es geht dabei nicht nur um unästhetische Verfärbungen: Neueste Forschungen haben bewiesen, dass das Rauchen auch zur Entstehung von Zahnfleisch- und Zahnbetterkrankungen massiv beiträgt. Neben Diabetes und Immunstörungen zählt Rauchen zu den größten Risikofaktoren, was aber die wenigsten dazu veranlasst, damit aufzuhören.

Alkohol ist nicht nur für die Leber eine Belastung, er greift auch das Zahnfleisch an
Alkohol ist nicht nur für die Leber eine Belastung, er greift auch das Zahnfleisch an

Die Komplikationsrisiken durch Rauchen sind schwerwiegend: Rauchen verringert die Zahnfleischhaftung und schwächt das Immunsystem, deshalb droht für die Zähne der Betroffenen ernste und unmittelbare Gefahr.

Zahnfleisch und Zahnbett entzünden sich, die Zähne werden locker und fallen heraus, und in ernsteren Fällen verabschiedet man sich nicht nur von den Zähnen, sondern auch von der Möglichkeit der Implantation.

Zahnärzte können nicht oft genug betonen, dass das Geheimnis der Nachhaltigkeit für ein gesundes, schönes Lächeln nicht nur von der richtigen Mundhygiene abhängt, sondern auch von einer lasterfreien, gesunden Lebensweise.

Die richtige Ernährung und Ihre Mundgesundheit



Wir sind, was wir essen – bewusst angewandt, hilft uns dieses Sprichwort auch dabei, unser Zahnfleisch zu schützen. Die gesunde Lebensweise basiert auf einer ausgewogenen, gesunden Ernährung. Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln, die zur Zahnsteinbildung beitragen und dadurch die Entstehung von Zahnbetterkrankungen ermöglichen.

Es ist also ratsam, zahn- und zahnfleischfreundliche Lebensmittel bewusst auf unsere Einkaufsliste zu setzen. Mit kalziumhaltigen Nahrungsmitteln wie Fisch und Milchprodukte können wir unseren Zahnschmelz schützen, aber mit dem regelmäßigen Verzehr von Brokkoli und Wirsingkohl können wir auch denselben Effekt erzielen.

Regelmäßiges Obstnaschen fördert nicht nur die Verdauung, gesunde Ernährung ist auch für Zahn und Zahnfleisch wichtig
Regelmäßiges Obstnaschen fördert nicht nur die Verdauung, gesunde Ernährung ist auch für Zahn und Zahnfleisch wichtig

Zitrusfrüchte sind wahre Vitamin-C-Bomben und sind für unser Immunsystem unerlässlich im Kampf gegen Bakterien: Zitronen, Orangen, Grapefruits, Mandarinen, Kiwis aber auch Erdbeeren, oder auch Kraut, Rosenkohl und Paprika geben einen ausreichenden Vitaminkick.

Äpfel, Birnen, Sellerie und Möhren sind die beste gesunde Wahl selbst für Naschkatzen. Die tägliche Trinkmenge kann auch nicht oft genug betont werden – aber was wir trinken, ist genauso wichtig. Außer Mineralwasser und grünem Tee gilt nach neuesten Studien auch schwarzer Tee unbedenklich für die Zahngesundheit, da dieser die Zahnbetterkrankungen und Karies ↗ verursachenden Bakterien abtötet.


Woher weiß ich, ob mein Zahnfleisch gesund ist und was muss ich tun, damit es auch so bleibt?
Gesundes Zahnfleisch Ein gesundes Zahnfleisch ist viel wichtiger, als man vermutet. Lesen Sie nach, was Sie zu tun und zu lassen haben für Ihre Mundgesundheit.
Gelencsér Dental Zahnklinik
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Letzte Änderung: 14. Juni 2017
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Autor: Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér, Inhaber der Gelencsér Dental GmbH Zahnmedizinisches und Zahntechnisches Labor in Hévíz, leitender Fachzahnarzt. Schwerpunkte: Prothetik, Ästhetischer Zahnersatz, Implantationszahnersatz, Vollkiefer-Rekonstruktion, Implantation, fester, herausnehmbarer sowie kombinierter Zahnersatz, Gnathologie, Behandlung von Zahnfleischerkrankungen. Folgen Sie ihm auf folgenden Social Media Oberflächen: Facebook, Youtube oder kontaktieren Sie ihn per E-Mail: drgelencser@zahnarzt-ungarn-heviz.de
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