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10 Dinge, die Sie beim Zähneputzen falsch machen

Donnerstag, 12. Januar 2017 | Druckversion

Wie putzt man die Zähne richtig? Welche Fehler werden am häufigsten gemacht? Hier finden Sie alle Tipps und Tricks um richtig Zähne zu putzen.

Haben Sie gewusst, dass
  • weltweit mehr als 60 Prozent der Schulkinder mindestens einen karoösen Zahn haben?
  • fast jeder Erwachsene ebenfalls an einem kariösen Zahn leidet?
  • mehr als die Hälfte der europäischen Bevölkerung unter Zahnbetterkrankungen leidet?
  • bösartige Tumore in der Mundhöhle auf Platz 8 der häufigsten Krebserkrankungen stehen?

Über die richtige Mundhygiene wurden sicherlich unzählige Artikeln verfasst, und zum Glück kann man immer mehr auch darüber lesen, dass neben der gründlichen Mundpflege auch die Prophylaxe eine wichtige Rolle spielt.


Experten betonen immer wieder die Wichtigkeit von gesunden Zähnen, die nicht nur für ein schönes, unwiderstehliches Lächeln, sondern auch für das körperliche Wohlbefinden erforderlich sind.

Trotz der Tatsache, dass wir in europäischen Wohlstandsländern leben, ist die Zahl derjenigen, die unter Zahnbetterkrankungen leiden, äußerst hoch. Laut einer Studie sind etwa 70-85 Prozent der 60-65 Jährigen betroffen.

Viele, weil sie nicht oft oder nicht gründlich genug Zähne putzen, andere, weil sie sich falsch ernähren. Aber auch Raucher und Alkoholkonsumenten sind gefährdet.

Die wichtigsten Grundlagen:

1. Zahnverlust im Erwachsenenalter wird in den meisten Fällen durch zwei leicht vorzubeugende Erkrankungen verursacht: durch Karies und Parodontitis ↗.

2. Karies ist die häufigste Erkrankung weltweit.

3. Unter Mundhygiene versteht sich nicht ausschließlich die Zahngesundheit im engeren Sinne, sondern auch die Gesundheit von Zahnfleisch, Kieferknochen, Zunge, Lippen und Weichgewebe.

4. Die unzureichende Mundhygiene kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben, und sogar zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und Diabetes führen.

5. Erkrankungen der Mundhöhle sind durch die Einhaltung der richtigen Mundpflegegewohnheiten einfach vorzubeugen.

Schlechte Mundhygiene und Abwehrmechanismen unseres Körpers stehen im engen Zusammenhang miteinander. Erkrankungen des Zahnfleisches und Zahnbettes schwächen das Immunsystem, sodass man empfindlicher auf Infektionen reagiert.

Daher halten wir es für wichtig, mit Mundhygiene-Mythen abzurechnen, und die 10 wichtigsten Dinge zu benennen, die die meisten beim Zähneputzen falsch machen.

1. Eine gute Zahnbürste ist ein halber Erfolg



Die meisten Patienten sind der Annahme, es reicht aus, die erstbeste Zahnbürste vom Regal zu nehmen, obwohl das Auswählen des richtigen Zahnbürstentyps eine enorm wichtige Rolle bei der Mundpflege spielt.

Achten Sie bei der Zahnbürstenwahl auf
  • sanfte Borsten zum Schutz vom Zahnfleisch,
  • die entsprechende Größe (eher kleiner Bürstenkopf),
  • einen ergonomischen Griff.

Prioritäten sollte man gewiss nicht bei der Farbe setzen, und selbst der Preis sollte weniger ausschlaggebend sein, obwohl zugegeben, der Preis für einzelne Marken doch recht hoch sein kann.

Individuelle Ansprüche sind wichtig, aber generell lässt sich feststellen: je sanfter die Borsten, desto putzeffektiver die Bürste. Zungenschaber auf der Rückseite sind uninteressant, da solche Lamellen den Bürstenkopf unnötig vergrößern.

Die Zähne lassen sich mit elektrischen Zahnbürsten am effektivsten reinigen, daher sind diese immer die beste Wahl. Hier gelten die gleichen Kriterien: kleiner Bürstenkopf mit dichten, sanften Borsten.

2. Zeitfaktor ist relevant



Die Mundhygiene ist gewiss kein Wettlauf. Eine erfolgreiche Zahnpflege setzt auch einen entsprechenden Zeitaufwand voraus.

Experten raten dazu, mindestens zweimal täglich, morgens und abends Zähne zu putzen, und zwar jedesmal mindestens drei Minuten lang. Die Schönheit unseres Lächelns und die Gesundheit unserer Zähne sind diese drei Minuten Wert.

Man soll in diesen drei Minuten jedes Zahngebiet gründlichst reinigen. Routinemäßigkeit kann dazu führen, dass man einige Stellen vergisst, und eben diese Routine der monotonen Handbewegungen lässt uns auch nicht mehr wahrnehmen, wenn wir etwas auslassen.

Wichtig ist, dass man die Mundhygiene mit "Respekt" angeht: Man sollte sich daher nicht nur so nebenbei beim Fernsehen oder Baden die Zähne putzen.

3. Nicht übertreiben!



Zähneputzen kann man auch übertreiben. Ewiges Schrubben und zu oft die Zähne zu putzen ist nicht unbedingt ein Vorteil.

Zu starkes oder zu häufiges Schrubben kann nämlich die erhoffte Wirkung eben in die falsche Richtung leiten: der Verschleiß von Zahnschmelz und Zahnhälsen wird begünstigt, die Zähne können sensibel werden.

Zu den verbreiteten Zahnputzmythen gehört, dass die Ablagerungen nur mit Schrubben wegzubekommen sind. In Wahrheit reichen zur vollkommenen Reinigung auch sanfte Handbewegungen aus.

Frischer Zahnbelag (nicht bereits mineralisierte Plaque, die nur noch professionell entfernt werden kann) lässt sich mit schonenden, massierenden Bewegungen beseitigen.

Mit drei- bis viermal am Tag Zähneputzen ist das Tageslimit erreicht, öfter ist schon übertrieben.

4. Es kommt auf die richtige Putztechnik an



Viele wundern sich, wenn Sie erfahren, dass es eine spezielle Technik fürs Zähneputzen gibt.

"Was kann man da schon falsch machen?"

Einiges. Es reicht nämlich nicht aus, wenn man die Zahnbürste nur hin- und herschiebt, die gute Mundhygiene muss gelernt sein.

Die von den Zahnärzten empfohlene Zahnputzmethode heißt Bass-Technik:
  • Man legt die Zahnbürste zur Hälfte aufs Zahnfleisch, zur Hälfte auf die Zähne, im 45 Grad-Winkel,
  • Kleine Kreisbewegungen machen,
  • Auf einmal immer 2-3 Zähne gleichzeitig reinigen, 15-20 mal wiederholen.

Man kann das Gebiss in vier Quadranten aufteilen, und jedem Quadranten eine knappe Minute widmen: 30 Sekunden innen, 30 Sekunden außen. Das ist das Minimum.

Mit einer geeigneten Zahnbürste und mit der richtigen Putztechnik kann man in so kurzer Zeit sowohl die Zahnoberflächen, die Zahnfleischränder als auch die Zahnzwischenräume reinigen.

Es kommt immer auf die kleinen Kreisbewegungen an, denn mit horizontalem Schrubben gefährdet man die Zahnhälse und den Zahnfleischrand.



5. Die Rückseite muss auch glänzen!



Ein häufiger Fehler, den man begeht ist, dass man der Innenseite nicht mehr so viel Aufmerksamkeit widmet.

Viele vergessen sie sogar komplett, obwohl in den Rillen und Einkerbungen auf der Innenseite das Kariesrisiko viel höher ist. Man darf auch nicht vergessen, dass die Innenseite der Front- und Mahlzähne extrem zahnsteinanfällig ist, hauptsächlich im Unterkiefer.

Die Rückseite bleibt zwar beim Lächeln unsichtbar, sie muss aber als Teil unseres Gebisses trotzdem gründlichst gepflegt werden.


6. Gibt es auch falsche Zahncremes?



Und ob. Die meisten entscheiden sich dabei für einen Geschmack, andere legen eher auf die Schaumintensität Wert, dabei müsste man viel mehr auf die Zusammensetzung achten.

Wichtig ist zum Beispiel der optimale Fluoridgehalt, der Karies zu verhindern und den Zahnschmelz zu schützen hat.

Bei empfindlichen Zähnen ist es empfehlenswert, kaliumchlorid- oder kaliumnitrat-, auch bekannt als salpeterhaltige Zahnpasta, zu verwenden. Die Pflege von sensiblen Zahnhälsen bedarf solcher Zahncremes, die Hydroxylapatit oder Strontiumchlorid enthalten. Diese sollen die Kanälchen der freiliegenden Zahnhälse verschließen, bzw. zur Verminderung der Schmerzempfindlichkeit dienen.

Bei Entzündungserkrankungen in der Mundhöhle helfen Zahncremes mit Aminfluorid. Es gibt aber auch desinfizierende Produkte, mit unterschiedlichen Konzentrationen von Chlorhexidin, mit denen schädliche Bakterien bekämpft werden können.


Von Billigzahnpasta sollte man jedoch die Finger lassen,
da diese solche Zutaten enthalten können, die die Mundschleimhaut stark irritieren oder gar austrocknen. Das führt dann zu einem erhöhten Flüssigkeitsbedarf, was wiederum dazu führt, dass durch die Flüssigkeit, die in den Magen gelangt, auch die Magenschleimhaut in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Folgen sind Verdauungsstörungen und ein angeschlagenes Allgemeinbefinden.

7. Geduld ist gefragt



Man hört immer, dass man gleich nach dem Essen die Zähne putzen soll. Neuerdings gilt jedoch, dass man nichts überstürzen muss.

Forscher haben herausgefunden, dass säurehaltige Lebensmittel den Zahnschmelz aufweichen, der beim Zähneputzen verletzt werden kann. Daher empfiehlt es sich, doch nicht sofort nach den Mahlzeiten zur Zahnbürste zu greifen.

Experten schlagen eine Wartezeit von etwa 30-60 Minuten vor. In dieser Zeit kann der Organismus den Mineralverlust wieder ersetzen. Wenn man das nicht beachtet, läuft man Gefahr, die Zahnhälse zu abradieren.

An dieser Stelle muss deshalb auch auf die Wichtigkeit der gesunden Ernährung hingewiesen werden, weil diese bei der richtigen Mundhygiene eine bedeutende Rolle spielt. Zuckerhaltige Speisen und Getränke, kohlensäurehaltige Erfrischungsdrinks, Energy Drinks und saure Lutschbonbons sind zu vermeiden.

8. Vor dem Zähneputzen Zahnseide benutzen



Deutlich zu erkennen ist auch, dass die meisten Patienten keine Zahnseide benutzen, obwohl die Zahnzwischenräume etwa ein Drittel der Zahnoberflächen ausmachen, und ebenfalls vom schädlichen Zahnbelag gereinigt werden müssen.


Die Reinigung mit Zahnseide erledigt man am gescheitesten vor dem Zähneputzen, denn auf diese Weise kann die Zahnpasta leicht in die gereinigten Zahnzwischenräume eindringen, und dort ihre Wirkung entfalten.

9. Bürstenkopf mit Köpfchen aufbewahren



Viele benutzen nicht nur die Zahnbürste falsch, sie bewahren sie auch falsch auf. Man denkt sich dabei gar nichts, obwohl sich an falscher Stelle aufbewahrte Zahnbürsten schnell zum Imperium von Millionen von Bakterien entarten.

Was muss man beachten?
  • Die Zahnbürste immer gründlich reinigen! Man braucht sie nicht zu desifinzieren, aber auf jeden Fall gründlich abspülen, um Zahncremereste und Bakterien zu beseitigen.
  • Wenn die Zahnbürste eine Schutzkappe hat, sollte sie nie auf die nasse Zahnbürste gesetzt werden, weil das nasse Milieu die besten Voraussetzungen für die Vermehrung der Bakterien bietet.
  • Zahnbürsten sollten generell stehend, in einem möglichst trockenen Gefäß aufbewahrt werden, nach Möglichkeit weit weg vom Waschtisch.
  • Wenn man mehrere Zahnbürsten in demselben Zahnbürstenhalter aufbewahrt, sollte man darauf achten, dass sich die Bürstenköpfe nicht berühren.

Eine saubere Zahnbürste ist extrem wichtig, wenn man die ganzen Bakterienkolonien beim nächten Zähneputzen nicht in den Mund stecken möchte.

10. Eine Zahnbürste ist nicht fürs Leben



... und noch nicht einmal für ein halbes Jahr!

Zahnbürsten sollten alle 3 Monate gewechselt werden, weil sich die Borsten abnutzen, und die Reinigung nicht mehr optimal ist. Wenn also unsere alte Zahnbürste wie eine verwelkte Blume im Becher steht, ist es an der Zeit, eine neue anzuschaffen.

Außerdem sollte man auch beachten, nach jeder Krankheit die Zahnbürste zu wechseln.


10 Dinge, die Sie beim Zähneputzen falsch machen
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Letzte Änderung: 19. März 2018
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Autor: Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér, Inhaber der Gelencsér Dental GmbH Zahnmedizinisches und Zahntechnisches Labor in Hévíz, leitender Fachzahnarzt. Schwerpunkte: Prothetik, Ästhetischer Zahnersatz, Implantationszahnersatz, Vollkiefer-Rekonstruktion, Implantation, fester, herausnehmbarer sowie kombinierter Zahnersatz, Gnathologie, Behandlung von Zahnfleischerkrankungen. Folgen Sie ihm auf folgenden Social Media Oberflächen: Facebook, Youtube oder kontaktieren Sie ihn per E-Mail: drgelencser@zahnarzt-ungarn-heviz.de
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