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All-on-4 - Zahnersatz bei vollständigem Zahnverlust

Freitag, 03. Oktober 2014 | Druckversion

Die All-on-4-Methode bietet Patienten mit komplett zahnlosem Kiefer eine effektive Dauerlösung.

Vollkommene Zahnlosigkeit bringt in den meisten Fällen auch einen ernsthaften Knochenabbau mit sich, der wiederum eine Zahnimplantation sehr beeinträchtigt, oder sogar unmöglich macht. Manchmal bleibt einem leider keine andere Möglichkeit als die herausnehmbare Prothese.

Patienten, die ihre Zähne schon vor Jahren verloren haben, verfügen in der Regel über eine sehr geringe Menge an Knochensubstanz im Bereich der Backenzähne. In solchen Fällen ist eine Implantation nur im frontalen Bereich möglich. Früher wurde von einer Implantation bei fortgeschrittenem Knochenschwund abgeraten, heute aber, wo die Technik es möglich macht, sind auch implantatgetragene Prothesen sehr gefragt.

All-on-4 Zahnersatz
All-on-4 Zahnersatz

In den Kieferknochen eingesetzte Implantate sind in der Lage, einen herausnehmbaren Zahnersatz fix und stabil zu tragen, so dass dieser beim Essen, Sprechen oder Lächeln nicht wackelt. Für Pflege und Reinigung ist der Zahnersatz ↗ jedoch leicht zu entfernen, so wird er zwar nicht mit Klebstoff fixiert und ist auch nicht 100% fix, hält aber trotzdem sehr stark und stabil.

Die innovative All-on-4 Technologie ist einen Schritt weiter gegangen und macht sogar feste dritte Zähne ohne Knochenaufbaumaßnahmen möglich.

Welche Prothese ist am besten geeignet?


Was ist eigentlich die All-on-4 Methode?



Dieses Verfahren ist relativ neu auf dem Markt, entwickelt wurde es von Dr. Paulo Maló, einem portugiesischen Zahnarzt und gilt als einer der größten Durchbrüche im Bereich der Zahnheilkunde. Dr. Paulo Maló und seine Klinik, die heute mit Nobel Biocare ↗ zusammenarbeiten, haben sich zum Weltmarktführer entwickelt und forschen gemeinsam weiter, um die Methode noch weiter zu verbessern.

In den 1990er Jahren war das Ganze noch nur ein Konzept, und die Branche glaubte auch nicht an Paulo Malós Erfolg. Was alles aber seither passierte, ist mehr, als eine einfache Erfolgsgeschichte. Der auf spezielle Weise eingesetzte, auf 4 Implantaten fixierte Zahnersatz und dessen Effektivität wurden auch mit klinischen Studien nachgewiesen. Diese Methode bietet eine wirklich einmalige Lösung für die Patienten, die über mangelhafte Knochensubstanz verfügen.



Die Problematik der Stabilität und der Umsetzung erforderten eine neue Sichtweise. Die All-on-4 und die All-on-6-Versorgung sind nicht gleich zu setzen mit Brücken mit ausreichender Anzahl an Implantaten, oder mit 12-14-gliedrigen kompletten Brücken.

Da die hinteren Implantate schräg eingesetzt werden, war ein Zwischenelement notwendig, welches die Schrauben in verschiedenen Winkeln zum Kieferknochen nivelliert. Die Lösung für dieses Problem waren die Multi-Unit-Abutments, die als bewegliche Verbindungsteile in einen entsprechenden Winkel gerichtet, das Aufsetzen von Brücken und Prothesen ermöglichen.

Die Multi-Unit-Stützpfeiler erleichtern auch die Abdruckabnahme, so braucht das Implantat nach der Einheilungsphase nicht wieder freigesetzt zu werden, und die Patienten bekommen die endgültigen Prothesen auch viel schneller.

Erst in dieser Phase kommen diese Verbindungsteile zum Einsatz, als die Cermet- oder Zirkonbrücken ↗ angeklebt oder eingeschraubt werden. Die Schraubenlösung ist etwas kostenspieliger, jedoch kann die Brücke jederzeit wieder entfernt werden, um die eventuell nötigen Reparaturen durchführen zu können. Wird die Brücke geklebt, so muss eine neue angefertigt werden, falls irgendwelche Probleme auftauchen.

Bei Prothesen werden anstatt von Abutments Mesostrukturen und Lokatoren auf die Implantate gesetzt. Die Mesostruktur ist eigentlich eine kleine Metallstange, wobei der Lokator eigentlich wie ein Druckknopf funktioniert.

Warum All-on-4?



All-on-4 hält, was der Name verspricht: vollständiger Zahnersatz, getragen von nur 4 Zahnimplantaten. In der Branche wird dieser Begriff jedoch auch dann verwendet, wenn dem Patienten vier Zahnimplantate ↗ - schräg zueinander - eingesetzt werden, so dass sie eine herausnehmbare Prothese fix halten können. Der durch Nobel Biocare markengeschützte Begriff birgt aber viel mehr Tricks.

Dieser spezielle Vorgang ist eigentlich mehr als das Einsetzen von vier Titanimplantaten. Die Implantate müssen in einem bestimmten, spezifischen Abstand zueinander stehen, und zwar in einer exakt bestimmten Tiefe und einem speziellen Winkel, denn nur durch die spezifische Positionierung sind die Implantate fähig, eine Extensionsbrücke von Mahlzahn bis Mahlzahn zu tragen. Bei dieser Methode werden die beiden hinteren Schrauben für die bessere Stabilität mit einer 30-45 Grad-Neigung in den Knochen eingebohrt.

Bei der All-on-4 Methode werden spezielle Abutments eingesetzt, die eine sofortige Abdruckabnahme ermöglichen, so können Patienten schon während der Einheilphase eine belastbare, festsitzende Prothese tragen.

Welche Vorteile bietet die All-on-4 Methode?



Um ein attraktives und gesundes Lächeln zurück zu gewinnen, ist es äußerst wichtig, bestehende Lücken im Gebiss umgehend zu beheben. Bleibt eine Zahnlücke längere Zeit unversorgt, hat das nicht nur ästhetische, sondern auch gesundheitliche Folgen. Je mehr Zähne fehlen, desto dringender ist eine Restauration.

Patienten mit zahnlosem Kiefer hatten vor der Verbreitung der Implantationstechnik keine Alternative zu den herausnehmbaren Prothesen. Kunstwurzeln aus Titan haben dann den innovativen Durchbruch enorm beschleunigt, was die herkömmlichen Methoden in den Schatten stellte.

Verschiedene Studien haben ergeben, dass fast 90 Prozent der Prothesenträger ihren Zahnersatz als körperfremd, unbequem und nicht alltagstauglich empfinden. Prothesen können die fehlenden Zähne nicht richtig ersetzen, sie sind auch nicht besonders ästhetisch, und haben auch verschiedene psychische Auswirkungen.

Die Behandlung nach dem All-on-4-Konzept kann meistens ohne Knochenaufbau ↗, auch bei mangelhafter Knochensubstanz eine nachhaltige, zufriedenstellende Lösung bieten.

Zufriedene Patienten sind glücklich, und Glückseligkeit ist klar zu erkennen, denn sie bringt einen zum Strahlen. All-on-4 ist eine langfristige Lösung und mit entsprechender Mundhygiene kann sie Patienten ein ganzes Leben lang dienen.

Patienten mit einem besseren Knochenangebot können auch die All-on-6-Lösung wählen, wobei statt der üblichen 4, 6 Implantate für mehr Stabilität in den Kieferknochen gesetzt werden. Welche Lösung man auch immer wählt, in beiden Fällen kann sowohl eine Brücke (aus Metallkeramik oder Zirkon) als auch eine Prothese mit Lokatoren auf die Implantate aufgesetzt werden. Beide sind herausnehmbar, stehen aber fix und stabil im Mund. Der Schlüssel ist in beiden Fällen das Wort "FIX", denn der Zahnersatz bewegt sich nicht, verrutscht nicht und verursacht keine Unsicherheit.



Die All-on-4 Brücken oder Prothesen sind gleichermaßen ästhetisch. Der Unterschied zwischen den beiden Lösungen liegt in der Funktion und im Preis ↗. Ersteres steht einem natürlichen Gebiss sehr nah, wobei die andere Lösung günstiger ist.

Während einer ausführlichen zahnmedizinischen Konsultation sprechen die Fachärzte mit den Patienten die möglichen Lösungen durch, so stellt sich an Hand der Informationen schnell heraus, welche die jeweils optimale Lösung ist.

Gibt es eine bessere Lösung, die das All-On-4 bzw. All-On-6 übertrifft?



Ja, und wir zeigen Ihnen auch gern die bessere Alternative!

Bei all den Vorzügen, die die All-On-4 Methode zu bieten hat, bestehen bereits effektive Lösungen, mit denen man die bestehenden Handycaps dieser Versorgung beheben kann.

Wir empfehlen Ihnen bei 4 Implantaten eher eine Stegkonstruktion ↗, die eine festsitzende und zugleich herausnehmbare Lösung ist, oder eine Lösung mit einer Vollbrücke auf 6 Implantaten, welche eine einwandfreie Kaufläche bietet - was der springende Punkt in dieser ganzen Geschichte ist.

Bei der All-On-4-Lösung benutzt man nämlich kürzere Brücken, die nicht aus 14, sondern höchstens aus 10 oder 11 Zähnen bestehen. Es hat einen sehr schlechten Einfluss auf die Kaugelenke, weil die Kaukräfte nicht ideal auf den Kieferknochen verteilt werden, was die Abnutzung der Kaugelenkknorpel beschleunigt.

Im Gegensatz dazu hat die Stegkonstruktion 14 Zähne, d.h. sie bildet die komplette Zahnreihe nach, dabei kommt sie komplett ohne Gaumenplatte aus. Dadurch erreicht man eine perfekte Druckverteilung, und die eingebaute kleine Federung sorgt für zusätzlichen Schutz der Kaugelenke. Die Stegkonstruktion bietet Ihnen auch eine sehr gute Hygiene und ein äußerst niedriges Entzündungsrisiko, wobei der All-On-4 Zahnersatz nur mit Hilfe Ihres Zahnarztes richtig geputzt werden kann, was häufiger zu Entzündungen führt.



Bei deutschen und schweizerischen Zahnärzten ist übrigens auch die Stegkonstruktion die erste Wahl, wenn es um eine festsitzende Lösung in guter Stabilität geht.

In puncto Ästhetik kann das All-On-4-System einer Stegkonstruktion übrigens auch nicht das Wasser reichen. Bei einer Stegkonstruktion hat man den Vorteil, dass der in Farbton und Länge individuell angefertigte Zahnersatz passgenau auf den ebenfalls individuell hergestellten Steg justiert wird, so dass man eine perfekte, gleichmäßige Zahnreihe hat.

Welche Prothese ist am besten geeignet?



All-on-4 - Zahnersatz bei vollständigem Zahnverlust
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Letzte Änderung: 24. Oktober 2018
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Autor: Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér, Inhaber der Gelencsér Dental GmbH Zahnmedizinisches und Zahntechnisches Labor in Hévíz, leitender Fachzahnarzt. Schwerpunkte: Prothetik, Ästhetischer Zahnersatz, Implantationszahnersatz, Vollkiefer-Rekonstruktion, Implantation, fester, herausnehmbarer sowie kombinierter Zahnersatz, Gnathologie, Behandlung von Zahnfleischerkrankungen. Folgen Sie ihm auf folgenden Social Media Oberflächen: Facebook, Youtube oder kontaktieren Sie ihn per E-Mail: drgelencser@zahnarzt-ungarn-heviz.de
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