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Zahnfistel: Lesen Sie alle wichtigen Infos über die eitrige Entzündung in der Mundhöhle

Letzte Änderung: 18. Mai 2022

Bei einer Dentalfistel handelt es sich um eine natürliche körperliche Reaktion auf eine Entzündung an der Zahnwurzel oder Wurzelspitze, die äußerst schmerzhaft sein kann. Hier finden Sie ausführliche Antworten zu allen Fragen rund um die Zahnfistel:

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Eine Zahnfistel heilt nicht von allein ab, sondern muss vom Zahnarzt behandelt werden, um ernsthafte Folgen wie den Verlust eines Zahnes oder eine Entzündung des Kieferknochens zu vermeiden.


Sie haben Fragen? Wir beraten Sie gerne



Wie ist eine Mundfistel aufgebaut?



Das Wort Fistel kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt Röhre. Damit beschreibt der Begriff ein spezielles Merkmal der Fistel: Der röhrenartige Gang stellt die Verbindung zwischen einer Eiteransammlung und der Mundschleimhaut (z.B. dem Zahnfleisch) her.
Die Zahnfistel besteht aus drei Teilen:

  • Als Fistelgrund bezeichnet man den Ursprungsort, also den Abszess direkt an der Zahnwurzel.
  • Der Fistelkanal oder Fistelgang bildet sich, damit das eitrige Sekret, das sich am Entzündungsherd angesammelt hat, zur Fistelöffnung abgeleitet werden kann.
  • Die Fistelöffnung befindet sich an der Zahnfleisch-Oberfläche. Hier bildet sich ein schmerzhaftes Bläschen, das mit Eiter gefüllt ist.

Die Entstehung der Fistel im Mundraum zieht sich über einen längeren Zeitraum hin, sie kann Wochen oder sogar Monate dauern.

Eine krankhafte Fistel entsteht häufig an einem einzelnen Zahn



Im Gegensatz zu Abszessen und Aphten, die sich in der gesamten Mundhöhle – z.B. an Gaumen und Zunge – bilden können, entsteht eine Fistel am Zahnfleisch oberhalb des Zahnes. In der Regel ist lediglich ein einzelner Zahn im Ober- oder Unterkiefer betroffen.

Während es sich bei Aphten um meist harmlose Schäden an der Mundschleimhaut handelt, die aufgrund von Verletzungen, Erkrankungen oder Stress auftreten können und meist von selbst abheilen, werden Fisteln und Abszesse am Zahn durch bakterielle Entzündungen hervorgerufen. Ein Abszess, der unter anderem infolge einer Zyste am Zahnfleisch entstehen kann, ist jedoch größer als eine Zahnfistel und durch die Einkapselung des Eiters gekennzeichnet. Diese Eiterkapsel muss operativ geöffnet werden, während das angestaute eitrige Sekret bei einer Fistel durch den Fistelgang abfließen kann.

Keime gehören zu den primären Auslösern einer Zahnfistelbildung



Die Dentalfistel ist eine entzündliche Reaktion, die durch einen bakteriellen Befall ausgelöst wird:

  • Häufigste Ursache ist die bakterielle Entzündung der Zahnwurzelspitze. Bei einer vorhandenen Schädigung des Zahnes, beispielsweise durch Karies, können Bakterien an die Zahnwurzel gelangen und eine Infektion hervorrufen.
  • Als potenzieller Auslöser kommt auch eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) in Frage. In den entstehenden Zahnfleischtaschen können sich leicht Bakterien ansammeln.
  • Eine Fistel kann auch infolge einer Entzündung am Zahnhalteapparat (Parodontitis)entstehen.

Typische Risikofaktoren für das Eindringen krankheitserregender Bakterien im Mundraum sind

  • mangelnde oder fehlerhafte Mundhygiene
  • Druckstellendurch schlechtsitzenden Zahnersatz
  • Verletzungen im Mundraum
  • ein geschwächtes Immunsystem infolge bestimmter Grunderkrankungen oder häufiger Infekte
  • Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss
  • ein ungesunder Ernährungsstil mit stark zuckerhaltigen Speisen und Getränken

Verdacht auf Zahnfistel?



Fisteln im Mundraum bleiben zu Beginn häufig unentdeckt



Im Anfangsstadium bereitet eine Zahnfistel meist noch keine Schmerzen. Mit dem Fortschreiten der Entzündung kommt es zu einem Druck- oder Spannungsgefühl am betroffenen Zahn sowie dumpfen, pochenden oder klopfenden Schmerzen.

Die Schmerzen nehmen im weiteren Verlauf zu, oft reagiert der Zahn auch empfindlich auf äußere Reize wie Kälte oder selbst eine leichte Berührung der Stelle. Durch die Bildung der Fistel und die zunehmende Eiteransammlung treten Rötungen oder Schwellungen in Form einer Beule am Zahnfleisch auf. Manchmal schwillt außen an der betreffenden Stelle auch das Gesicht des Patienten an.

Sammelt sich am Fistelgrund viel Eiter an, platzt die Eiterblase und leitet über den Fistelkanal den Eiter in den Mund ab. Das verschafft zwar zunächst Erleichterung und die Schmerzen lassen nach – die eigentliche Ursache der Zahnfistel ist damit jedoch nicht behoben. Stattdessen besteht die Entzündung weiter, womit auch die Schädigung des Kieferknochens voranschreitet. Unbehandelt kann sich die Entzündung ausbreiten und schlimmstenfalls auch das Knochenmark angreifen.

Wie kann eine Zahnfistel behandelt werden?



Je früher man bei einer Dentalfistel den Zahnarzt aufsucht, desto besser. Welche Art der Behandlung bei einer Fistel am Zahn angezeigt ist, hängt von der Ursache der Entzündung ab. Neben einer gründlichen äußeren Untersuchung von Zähnen und Zahnfleisch lässt sich die Fistel über einen Röntgenbefund genau lokalisieren. Dabei ist auch erkennbar, wie weit die Entzündung bereits fortgeschritten ist.

In der Regel ist die Antibiotikatherapie am effektivsten



Um die weitere Ausbreitung der Bakterien zu stoppen, verordnet der Zahnarzt meistens ein Antibiotikum. Die Dosierung und Dauer der Einnahme hängt vom Schweregrad der Entzündung ab.

Liegt der Fistel eine entzündete Zahnwurzel zugrunde, kann eine Wurzelspitzenresektion erforderlich werden. Zuweilen lässt sich Entzündung nur aufhalten, indem der befallene Zahn entfernt wird.

Abhängig von Größe, Lage und Ursache der Zahnfistel kann ein kleiner operativer Eingriff notwendig sein, um den Eiter zu entfernen. Um den Heilungsprozess zu fördern und das Risiko einer erneuten Entzündung zu minimieren, werden auch in diesem Fall Antibiotika verordnet.

Nach der zahnmedizinischen Behandlung sollte man den Heilungsverlauf regelmäßig kontrollieren lassen, um etwaigen Komplikationen und einer erneuten Entzündung vorzubeugen.

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Tipps zur zusätzlichen Unterstützung des Heilungsprozesses



Bemerken Sie eine Zahnfistel im Mund, sollten Sie diese auf keinen Fall selbst aufstechen oder versuchen, den Eiter auszudrücken. Durch eine unsachgemäße Behandlung kann sich die Entzündung noch verschlimmern.

Mit Hausmitteln lässt sich die Ursache einer Zahnfistel zwar nicht beheben, die Symptome aber zumindest lindern. Hilfreich können zum Beispiel mehrmals tägliche Spülungen mit Kamille oder das Auftupfen von Nelkenöl auf den entzündeten Bereich sein, um die Zeit bis zum Zahnarzttermin zu überbrücken. Eine möglichst frühzeitige zahnärztliche Behandlung kann die Anwendung derartiger Hausmittel bei einer Zahnfistel jedoch nicht ersetzen. Das Gleiche gilt auch für Homöopathie bei Zahnschmerzen oder entzündlichen Prozessen am Zahnfleisch.

Nach der Behandlung beim Zahnarzt kann die Anwendung von Hausmitteln – in Kombination mit der Einnahme der verordneten Antibiotika – den Heilungsprozess gegebenenfalls unterstützen.

So können Sie der Entstehung einer Zahnfistel frühzeitig vorbeugen



Damit es erst gar nicht zur Entwicklung von Fisteln im Mundraum kommt, sollten Sie

  • stets auf eine gründliche Zahnpflege und Mundhygiene achten
  • regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt wahrnehmen (alle sechs Monate)
  • mindestens einmal pro Jahr eine professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis vornehmen lassen
  • potenzielle Risikofaktoren für die Entstehung von Krankheiten an Zähnen und Zahnfleisch wie Rauchen, häufigen Alkoholkonsum oder eine zuckerhaltige Ernährung vermeiden

Zusätzlich trägt ein intaktes Immunsystem dazu bei, das Risiko für die Entstehung von Entzündungen zu senken. Eine vitaminreiche, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf wirken sich insgesamt positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus.

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