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Zahn-Implantation Ablauf mit oder ohne Knochenaufbau

Dienstag, 27. Februar 2018 | Druckversion

Zahnimplantate ermöglichen die feste Verankerung von Zahnersatz direkt im Kieferknochen. Dabei verbleibt das Implantat dauerhaft im Knochen.

Der eigentliche Zahnersatz, der auch als Suprakonstruktion bezeichnet wird und bei dem es sich beispielsweise um eine Krone oder Brücke handelt, kann zeitweise oder dauerhaft auf das Implantat aufgesetzt werden.

In diesem Text erfahren Sie:


Zahnimplantat: Diagnostik und Planung



Damit ein Zahnimplantat fest mit dem Kieferknochen verwächst und durch das Aufsetzen der Suprakonstruktion (Krone, Brücke, Prothese...) die bestmögliche Ästhetik und Funktion erreicht wird, ist eine genaue Diagnostik und detaillierte Planung notwendig. Das Einsetzen des Implantats muss mit höchster Präzision erfolgen.


Zu den zu bestimmenden patienteneigenen Faktoren gehören vor allem
  • die Qualität,
  • das Volumen und
  • die Dichte des Kieferknochens,
  • der genaue Verlauf der Nerven und
  • die Frage, welchen Belastungen der Zahnersatz standhalten muss.

Für die Diagnostik können unterschiedliche Verfahren zum Einsatz kommen, die zwei- oder dreidimensionale Bilder liefern.

Für die 3D-Implantationsdiagnostik sind spezielle Computer-Programme notwendig, die eine exakte Darstellung der anatomischen Verhältnisse ermöglichen.

Die Grundlage der Diagnostik stellen
  • die Orthopantomographie (OPG), die zweidimensionale Bilder erzeugt, und
  • die Computertomographie (CT) dar.

Nach Bedarf wird die Diagnostik um die DVT (Dentale/Digitale Volumentomographie) erweitert. Bei der DVT handelt es sich um eine moderne Röntgendiagnostik, mit der detaillierte dreidimensionale Bilder erstellt werden.

Zahnimplantat: Präoperative Planung



Bevor die eigentliche Operation begonnen werden kann, stellt sich die Frage nach der Qualität des Knochenangebots.

Ist der Knochen ausreichend dicht oder ausgedünnt? Welches Volumen hat der Kieferknochen? Können Implantate ausreichend fest darin verschraubt werden?

Hierfür liefert beispielsweise die Dentale (auch: Digitale) Volumentomographie (DVT) entsprechend hochauflösende Bilder, die sehr detailliert den Knochen abbilden und den Verlauf der wichtigen Nerven zeigen.

Zusätzlich ist die Belastung mit Röntgenstrahlung bei einer DVT minimiert und benötigt nur etwa ein Viertel der Röntgenstrahlung einer herkömmlichen Computertomographie (CT).

Falls das Knochenangebot nicht ausreicht für eine Versorgung mit herkömmlichen Implantaten, kann ein Knochenaufbau eingeleitet werden. Alternativ sind spezielle Implantat-Systeme verfügbar, die eventuell trotz ausgedünntem Kieferknochen angewendet werden können.

Vor der Operation wird festgelegt, welches Material verwendet werden soll und wie die Implantate eingesetzt werden.

Diesbezüglich wird durch die Planung festgelegt,
  • wie viele Implantate eingesetzt werden,
  • welche Länge und
  • welchen Durchmesser die Implantate haben sollen sowie
  • an welchem Ort im Kiefer und
  • in welchem Winkel zueinander

die Implantate stehen sollen.

Welches Implantat-System verwendet wird, hängt von patienteneigenen Faktoren wie Alter und Knochenangebot sowie dem Patientenwunsch ab.

Zusätzlich wird über die Narkose aufgeklärt. Eine Implantation wird üblicherweise in einer ambulanten Sitzung in lokaler Betäubung durchgeführt.

Implantation



Die Implantation, also das Einsetzen des Implantats, kann klassisch oder minimal invasiv durchgeführt werden.

Beim klassischen Vorgehen wird ein Zahnfleischlappen, der als Mukoperiostlappen bezeichnet wird, über der Stelle, an der das Implantat eingesetzt werden soll, aufgeschnitten.

Dieser Lappen wird umgeklappt und darunter wird das Implantat-Bett gebohrt. Das Implantat wird danach eingeschraubt, der Lappen wieder darüber gelegt und vernäht.

Die minimal invasiven Verfahren kommen ohne diesen Mukoperiostlappen aus. Sie gehen über einen kleinen Schnitt vor und bohren durch diesen das Implantat-Bett. Als Orientierungshilfe dient eine Bohrschablone, die mit Hilfe von dreidimensionaler Diagnostik angefertigt wurde.

Wenn das Knochenangebot ausreicht und der Patient einem minimal invasiven Verfahren zustimmt, vereinfacht dies oft die Operation und es wird eine kürzere Operationsdauer benötigt. Darüber hinaus fallen die Beschwerden nach der Operation oftmals geringer aus.


Zahnimplantat: Ablauf mit Knochenaufbau



Wenn das Knochenangebot keine ausreichende Qualität, Dichte oder Volumen besitzt, können Verfahren zum Knochenaufbau zum Einsatz kommen.

Die Ursachen von Knochenschwund sind vielfältig und umfassen beispielsweise
  • Zahnverlust,
  • Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) oder
  • Auflagedruck von Zahnprothesen.

Für den Knochenaufbau ist eine zusätzliche Operation notwendig, die vor dem Einsetzen des Implantats stattfindet.

Für den Knochenaufbau können
  • patienteneigener Knochen (autogenes Knochentransplantat) oder
  • Knochenersatzmaterial, das aus Algen/ Korallen oder / Tierknochen bestehen kann, / oder vollständig synthetisch hergestellt werden kann,

auf den verbliebenen Kieferkamm aufgetragen werden.

Insbesondere wenn mehr als drei Millimeter Höhe durch den Knochenaufbau gewonnen werden sollen, ist die Verwendung körpereigenen Knochenmaterials zu empfehlen.

Das Knochenmaterial wird an entsprechender Stelle fixiert und muss sechs bis neun Monate lang anheilen.

Insbesondere der Oberkiefer bedarf oft einer Knochenverdichtung, damit die Stabilität des zukünftigen Implantats verbessert wird.

Eventuell ist zusätzlich eine sogenannte Sinuslift-Operation angezeigt. Bei dieser Operation wird die Wand zur Kieferhöhle (Sinus maxillaris) verdickt. Dies ermöglicht das Einsetzen von Implantaten, die durch eine lange Schraube möglichst viel Kontakt zum Knochen herstellen.

Knochenmaterial für den Knochenaufbau



Als Knochenmaterial für den Knochenaufbau können künstliche oder körpereigene Materialien herangezogen werden. Zusätzlich können Wachstumsfaktoren, sogenannte bone morphogenetic proteins (BMP; deutsch: Knochenmorphogenetische Proteine), eingesetzt werden.

Durch diese Wachstumsfaktoren werden Zellen des Bindegewebes zu Osteoblasten umgewandelt. Osteoblasten sind für die Produktion von Knochenmaterial zuständig.

Am besten ist frisches, körpereigenes Knochenmaterial, zum Beispiel aus dem Unterkiefer. In der Regel wächst der Knochen an der Entnahmestelle wieder nach.

Diese Herangehensweise eignet sich vor allem für kleinere Stellen, die ausgebessert werden müssen.
Wenn größere Aufbauten notwendig sind, würde das Material aus dem Unterkiefer nicht mehr ausreichen. Früher wurde Knochenmaterial aus den Rippen verwendet, heutzutage entnimmt man das Material aus der Beckenschaufel.

Diese Entnahme erfolgt in Vollnarkose ↗. Das entnommene Knochenmaterial wird mit Verbindungselementen wie Miniplatten, Schrauben und Implantaten an entsprechender Stelle im Oberkiefer fixiert. Nach der Operation dürfen keine Bewegungen, auch nicht kleinste, sogenannte Mikrobewegungen, möglich sein, ansonsten heilt das Material nicht richtig ein.

Mögliche Alternativen zur Verpflanzung von Knochenmaterial sind
  • die Guided Bone Regeneration (GBR; deutsch: Gesteuerte Geweberegeneration) oder
  • das Bone splitting (auch Bone spreading).

Für die Guided Bone Regeneration wird der Raum, in dem sich neuer Knochen bilden soll, mit einer Membran eingefasst, die das schneller wachsende Weichgewebe zurückhält. Diese Membranen können aus Titan oder aus resorbierbarem Material, das vom Körper abgebaut werden kann, hergestellt werden.

Resorbierbare Membranen bestehen aus behandeltem Kollagen und gehen mit dem Vorteil einher, dass keine zweite Operation zur Entfernung der Membran notwendig ist. Außerdem neigen sie weniger dazu, Wundheilungsstörungen zu verursachen.

Beim Bone splitting oder Bone spreading wird der Kieferkamm in der Mitte geteilt und auseinandergeschoben, sodass sich ein Spalt bildet. In diesen Spalt soll Knochen einwachsen.

Freilegung des Knochenabschnitts nach dem Knochenaufbau



Nach dem Knochenaufbau kann das Implantat eingesetzt werden. Zuerst wird der Operationsbereich örtlich betäubt. Dann wird an der geplanten Stelle der Mukoperiostschnitt gesetzt und die Schleimhaut aufgeklappt - bei minimal invasiven Verfahren wird durch den kleinen Schnitt hindurch operiert.

Für das Implantat wird das Bett gebohrt. Damit der Knochen nicht überhitzt, werden spezielle Instrumente verwendet, wie zum Beispiel ein Bohrer mit geringer Drehzahl und geringem Druck. Zusätzlich wird ständig mit physiologischer Kochsalz-Lösung gespült. Während der Bohrung werden die Knochenspäne aufgehoben, damit sie später als Füllmaterial verwendet werden können.

Einsetzen der Implantat-Wurzel



Bevor die Implantat-Wurzel, also das eigentliche Implantat, auf das später der Zahnersatz aufgesetzt wird, eingesetzt werden kann, muss noch einmal alles auf seine Richtigkeit überprüft werden. Die Länge des gebohrten Bettes wird vermessen und der Winkel sowie die Achse kontrolliert. Wenn die Maße stimmen, wird das Implantat eingesetzt. In etwaige verbliebene Hohlräume und Spalten können gesammelte Bohrspäne eingefügt werden.

Vernähung der Wunde nach der Implantation



Wenn das Implantat eingesetzt wurde, kann der Mukoperiostlappen wieder über die Bohrstelle geklappt werden. Der Lappen wird mit einer Naht, die aus mehreren Einzelnähten besteht, in seiner ursprünglichen Position befestigt. Dadurch dass mehrere Einzelnähte geknüpft werden, ist es unproblematisch, falls sich eine lösen sollte - die übrigen Nähte bieten ausreichend Stabilität.

Die äußere Wundheilung ist üblicherweise nach zehn Tagen abgeschlossen, sodass die Fäden dann gezogen werden können. Das Ziehen der Fäden verursacht keine Schmerzen.

Bis zur Entfernung der Nähte sollte nur vorsichtig gegessen werden, also am besten weiche oder flüssige Kost. Auf klebrige Nahrungsmittel wie Schokolade sollte verzichtet werden, da sie in Zwischenräumen haften bleiben und eine bakterielle Entzündung auslösen können. Auch sehr harte Lebensmittel wie Karotten sollten gemieden werden, damit die Fäden nicht aufreißen.

In den ersten zwei Tagen ist die Kühlung des Zahnfleisches sehr wichtig, damit das Gewebe nicht übermäßig anschwillt.

Heilung nach der Implantation



Wie lange ein Implantat einheilen muss, hängt von
  • der Knochenqualität,
  • der Regenerationsfähigkeit
  • und der Primärstabilität ab.

Ein sehr dichter Knochen verwächst üblicherweise binnen drei bis vier Monaten mit dem Implantat. Weniger dichter Knochen benötigt bis zu neun Monate, bis die Einheilungsphase abgeschlossen ist.

Einbringung des Implantats auf die Implantat-Wurzel



Wenn das Implantat, beziehungsweise die Implantat-Wurzel fest eingeheilt ist, kann der eigentliche Zahnersatz aufgesetzt werden. Dieser wird auch als Suprakonstruktion bezeichnet. Bei dem eigentlichen Zahnersatz kann es sich beispielsweise um Einzelkronen, Brücken oder Prothesen handeln.

Zahnimplantat: Ablauf ohne Knochenaufbau



Für den Knochenaufbau wird eine zusätzliche Operation benötigt. Diese kostet Geld und Zeit. Mittlerweile sind entsprechende Implantat-Systeme entwickelt worden, die auch bei schlechtem Knochenangebot eine Implantation ohne vorherigen Knochenaufbau ermöglichen. Dazu gehören beispielsweise Zygoma-Implantate oder das All-On-4-Konzept.

Zygoma-Implantate werden direkt mit dem Jochbein (Os zygomaticum - daher der Name des Implantat-Systems) verschraubt. Das All-On-4-Konzept nutzt Stellen mit noch ausreichendem Knochenangebot aus und kann bei einem komplett zahnlosen Kiefer gute Ergebnisse liefern.

Zygoma-Implantat



Das Zygoma-Implantat ist für den Oberkiefer gedacht. Fünf Zentimeter lange Implantate werden direkt am Jochbein festgeschraubt, da das Jochbein meist eine ausreichende Knochendichte besitzt. Dadurch entfallen beim Zygoma-Implantat die Kosten für einen zweiten Eingriff zum Knochenaufbau.

Wichtig für eine erfolgreiche Implantation ist die umfassende Diagnostik! Durch modernste Diagnostik kann der Verlauf des Gesichtsnervs abgebildet werden, sodass dieser im Rahmen der Operation nicht verletzt wird. Das Einsetzen eines Zygoma-Implantats ist mit einem höheren operativen Aufwand verbunden.

Eventuell ist eine Vollnarkose sinnvoll, damit der Eingriff in größter Ruhe durchgeführt werden kann. Bei einem komplett zahnlosen Kiefer werden auf jeder Seite zwei Implantate ins Jochbein eingesetzt, die sofort mit einer provisorischen Brücke als Übergangslösung belastet werden können. Einige Tage später kann der endgültige Zahnersatz mit den Implantaten verbunden werden.

All-On-4-Konzept



Eine Alternative bei schlechtem Knochenangebot ist das All-On-4-Konzept ↗ von Nobel Biocare . Bei diesem Konzept wird der gesamte Zahnbogen auf vier Implantate aufgesetzt.

Die Implantate sind speziell geformt und werden so positioniert, dass Knochenbereiche mit günstigem Knochenangebot ausgenutzt werden.

Meistens ist der Knochen im Bereich der Frontzähne und im hinteren Backenzahnbereich noch ausreichend dick, sodass die Implantate in entsprechendem Winkel dort eingesetzt werden können.

Für das All-On-4-Konzept müssen alle verbliebenen Zähne gezogen werden, sodass sich das Konzept insbesondere dann eignet, wenn der Restzahnbestand von geringster Qualität ist. Nach der Implantation ist die Sofortversorgung mit Zahnersatz möglich.

Freilegung des Knochenabschnitts



Die Freilegung des Knochenabschnitts findet analog zu den Verfahren mit Knochenaufbau statt und erfolgt in lokaler Betäubung an den entsprechenden Positionen. Das Überhitzen des Knochens wird mit speziellen Instrumenten und ständiger Kühlung vermieden.

Einsetzen der Implantat-Wurzel



Je nach Implantat-System werden die eigentlichen Implantate oder die Implantat-Wurzel in einem bestimmten Winkel eingesetzt. Nach der Bohrung des Implantat-Bettes findet eine Überprüfung genau wie beim Verfahren mit Knochenaufbau statt.

Einbringung des Implantats auf die Implantat-Wurzel



Manche Implantat-Systeme ermöglichen das sofortige Einsetzen des eigentlichen Zahnersatzes nach der Implantation. Bei anderen erfolgt das Einbringen der Suprakonstruktion nach entsprechender Einheilungsphase.

Zahnimplantat: Ablauf der Heilung



Damit das Zahnimplantat gut und möglichst rasch einheilt, sind Mundhygiene und der Verzicht auf das Rauchen enorm wichtig! Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus müssen gut eingestellt sein, um die Einheilung nicht zu gefährden!

Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, sollten zuerst diese Therapie beenden und lieber einige Monate danach ihr Zahnimplantat erhalten, da während einer Chemotherapie die Immunabwehr und die Regenerationsfähigkeit eingeschränkt sind.

Eventuell wird vorbeugend eine Antibiose (die Gabe von Antibiotika) angeordnet, wenn der behandelnde Zahnarzt von einem erhöhten Infektionsrisiko ausgeht. Eine Entzündung im Bereich des Implantats (Periimplantitis), die zum Knochenabbau führen würde, muss unbedingt vermieden werden.

Am wichtigsten ist diesbezüglich die Antisepsis (Abtötung von Krankheitserregern) mit einer Mundspüllösung, die beispielsweise Chlorhexidin enthält. Bis zu 48 Stunden nach der Operation sollte diese Mundspüllösung wie vom Zahnarzt angeordnet angewendet werden.

Gegebenenfalls müssen Patienten eine stationäre Nachsorge erhalten, zum Beispiel wenn großvolumige Knochenaufbauten mit Material aus der Beckenschaufel durchgeführt wurden. Nach einer solchen großen Operation besteht ein hohes Infektionsrisiko, das durch orale Nahrungsaufnahme weiter erhöht werden würde.

Die Ernährung kann in solchen Fällen über einen Venenkatheter oder eine Magensonde erfolgen.

Nach der Implantation sollten alle sechs Monate Kontrollen beim Zahnarzt beziehungsweise beim Implantologen wahrgenommen werden.

Zahnschmerzen nach der Implantation



Schmerzen nach der Implantation sind unter anderem davon abhängig, wie schmerzempfindlich der Patient ist und welches Verfahren angewendet wurde.

Am besten sollten Patienten direkt nach der Implantation mit dem Kühlen des operierten Bereichs anfangen und mindestens zwei Tage weiter kühlen.

Dies verringert die Schwellung des Gewebes. Außerdem erhalten Patienten Medikamente gegen die Schmerzen, die sie wie angeordnet einnehmen sollten. Bestehen dennoch weiterhin Schmerzen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Sport nach dem Implantat



Nach dem Einsetzen des Implantats sollte für mindestens drei Tage auf Sport verzichtet werden. Sport treibt den Blutdruck hoch, was wiederum dazu führen kann, dass die kleinen Blutgefäße im Operationsgebiet, die gerade wieder verheilen, aufplatzen und die Wundheilung verzögern.

Wie lange eine Sportpause eingehalten werden sollte, ist vor allem vom Patienten, beispielsweise von seinem Geschlecht und seinem Alter, und von der Sportart abhängig.

Zahnimplantat - Ablauf - FAQs



Viele Patienten haben Fragen vor und nach dem Einsetzen eines Zahnimplantats. Einige häufige Fragen sind im Folgenden zusammengestellt. Dennoch sollten Patienten sich mit ihren Fragen an ihren behandelnden Zahnarzt/Implantologen wenden.

Wann ist eine Zahnimplantation ohne Knochenaufbau möglich?



Wenn der Kieferknochen noch ausreichend vorhanden und von guter Qualität und Dichte ist, ist kein Knochenaufbau notwendig. Außerdem sind spezielle Implantat-Systeme entwickelt worden, die ohne Knochenaufbau auskommen (siehe: Zygoma-Implantat, All-On-4-Konzept).

Wieviel kostet ein Zahnimplantat?



Die Kosten für Zygoma-Implantate liegen in Deutschland zwischen 2.500 und 4.000 Euro. Das All-On-4-Konzept kostet in Deutschland zwischen 8.000 und 14.000 Euro. In anderen Ländern wie beispielsweise Ungarn können die Kosten geringer ausfallen, während die Behandlung in der Schweiz mehr kosten kann.

Welches Verfahren für welchen Patienten geeignet ist, sollte mit dem behandelnden Implantologen individuell beratschlagt werden. Der genaue Betrag ist dem detaillierten Heil- und Kostenplan zu entnehmen, der vor der Behandlung erstellt wird.

Wie lange dauert es, ein Implantat einzusetzen?



Das Einsetzen eines Implantats dauert ungefähr 20 Minuten. In einer Sitzung können mehrere Implantate in den Kieferknochen eingefügt werden, sodass die Gesamtdauer von der Anzahl der Implantate abhängt.

Implantat setzen: Wie lange bin ich krank?



Die Krankschreibung nach dem Einsetzen von Implantaten erfolgt individuell. Eine Woche ist eine realistische Dauer, die für die Krankschreibung eingeplant werden sollte. Da nach zwei Tagen die Wundverhältnisse kontrolliert werden, kann zu diesem Zeitpunkt auch erneut über die voraussichtliche Krankschreibung gesprochen werden.

Wie lange müssen Implantate einwachsen?



Durchschnittlich dauert es drei bis vier Monate, bis ein Implantat fest mit dem Kieferknochen verwachsen ist. Die notwendige Zeit kann aber durchaus bis zu neun Monate umfassen. Abhängig ist diese Dauer vor allem von der Qualität und der Dichte des Knochens. Darüber hinaus spielt die Art des Implantats eine große Rolle. Kleinere Wunden weisen eine deutlich schnellere Wundheilung auf.

Wer kann keine Implantat-Versorgung erhalten?



Manche Menschen können keine Implantat-Versorgung erhalten, weil beispielsweise körperliche Voraussetzungen nicht erfüllt werden können.

Bei Osteogenesis imperfecta oder dem Zustand nach Bestrahlung, unsaniertem Gebiss oder deutlichem Knochenschwund (Osteoporose) findet ein Implantat nicht den notwendigen Halt.

Starke Raucher neigen zu einer verlangsamten Wundheilung, weshalb ein Rauchstopp zu empfehlen ist.

Erkrankungen des Blutes wie schwere Blutarmut (Anämie), erhöhte Blutungsneigung (Hämophilie) oder zu wenig Blutplättchen (Thrombozytopenien) können Gegenanzeigen für eine Operation sein.

Desweiteren sind starke Abmagerung (Kachexie) und ausgeprägtes Übergewicht (Adipositas), manche Medikamente wie Immunsuppressiva, Langzeit-Antibiotika oder Psychopharmaka, Herz-Kreislauferkrankungen sowie Kollagenosen wie Sklerodermie oder Sjögren-Syndrom (mit Sicca-Syndrom) mögliche Gegenanzeigen.

Bei Patienten, die regelmäßig Bisphosphonate erhalten, muss eine Implantat-Versorgung sehr gut bedacht werden, da diese Patienten nach einem zahnchirurgischen Eingriff zu einem starken Schwund des Kieferknochengewebes neigen. Die Ursache dafür ist bislang noch nicht abschließend geklärt.

Quelle:



Zahn-Implantation Ablauf mit oder ohne Knochenaufbau
Zahnimplantation Kochenaufbau Sie haben sich für eine Zahnimplantation entschieden und möchten sich zuvor über den Ablauf informieren? In unserem kostenlosen Experten-Ratgeber erklären wir Schritt für Schritt den Ablauf und die Dauer einer Zahnimplantation, was Sie im Vorfeld beachten müssen und wie lange der Heilungsprozess dauert.
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Letzte Änderung: 08. November 2018
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Autor: Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér, Inhaber der Gelencsér Dental GmbH Zahnmedizinisches und Zahntechnisches Labor in Hévíz, leitender Fachzahnarzt. Schwerpunkte: Prothetik, Ästhetischer Zahnersatz, Implantationszahnersatz, Vollkiefer-Rekonstruktion, Implantation, fester, herausnehmbarer sowie kombinierter Zahnersatz, Gnathologie, Behandlung von Zahnfleischerkrankungen. Folgen Sie ihm auf folgenden Social Media Oberflächen: Facebook, Youtube oder kontaktieren Sie ihn per E-Mail: drgelencser@zahnarzt-ungarn-heviz.de
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