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Vor- und Nachteile von Metallkeramikkronen

Mittwoch, 08. Oktober 2014 | Druckversion

Wird ein Zahnersatz notwendig, dann stehen viele vor einem großen Dilemma, denn sie müssen eine Wahl treffen, die ihr Leben für Jahre oder auch Jahrzehnte beeinflusst. Es ist daher nicht egal, welche Lösung ausgewählt wird, weshalb Patienten umfassend über die Möglichkeiten beim Zahnersatz informiert sein sollten.

Mit Porzellan bedeckte Metallkronen ‒ in der Patientengunst noch immer weit vorn



Metallkeramikkronen sind noch immer die beliebteste Alternative. Sie sind rasch angefertigt und stellen darüber hinaus eine kosteneffiziente Lösung, gegenüber den aus Zirkonkeramik ↗ oder Presskeramik bzw. vollständig aus Keramik bestehenden Kronen oder Brücken dar.

Insbesondere der Preis ist hier ein wichtiger Faktor. Es ist daher auch an eine Metallkeramiklösung zu denken, da mit den zur Zeit benutzten zahnärztlichen Materialien schöne und zufriedenstellende Ergebnisse erreicht werden.

Metallkeramikkronen sind eine gute Wahl für Patienten, denen Kosteneffizienz wichtig ist
Metallkeramikkronen sind eine gute Wahl für Patienten, denen Kosteneffizienz wichtig ist

Wie werden Metallkeramikkronen hergestellt?



Die Herstellung von Metallkeramikkronen erfolgt praktisch auf die gleiche Weise, wie bei metallfreien Prothesen, der Unterschied liegt hier lediglich in der zahntechnischen Ausführung.

Nach den notwendigen ärztlichen Untersuchungen erfolgt als ein erster Schritt die Behandlung von Karies (wenn nötig) bzw. werden zunächst andere zahnärztliche Probleme behandelt. Nachdem ein Abdruck der Zähne angefertigt wurde, stellt der Zahntechniker den Metallrahmen her.

Dieser Rahmen kann aus einer Kobalt-Chrom-, Gold-Platin- oder einer Silber-Palladium-Legierung bestehen, aber auch aus unlegiertem Gold oder Titan.

Zur Herstellung des Metallrahmens verwendet man eine Nickel-Beryllium-Legierung. Diese aber kann unter Umständen eine Metallallergie hervorrufen bzw. Patienten, bei denen eine solche bereits besteht, beeinträchtigen.

Dies ist unbedingt zu vermeiden und daher sollte bei einer bereits bekannten Metallallergie darauf verzichtet werden.

Auf den vom Zahntechniker angefertigten Metallrahmen wird die der natürlichen Zahnfarbe angepasste Keramik unter sehr hoher Temperatur aufgebrannt.

Nach der Abnahme durch den Zahnarzt, der den Metallrahmen nochmals genau auf den Patienten abstimmt und prüft, ob alles in Ordnung ist, werden als letzter Schritt die Kronen eingesetzt.

Für und Wider



Obwohl sie aufgrund ihrer Stabilität und des guten Preises wegen sehr beliebt sind, haben auch Metallkeramikkronen ihre Nachteile.

Zum einen sind manche in ästhetischer Hinsicht nicht ganz zufrieden, da wegen des Metallrahmens die Prothesen nicht so transparent wirken wie echte Zähne.

Auch wenn die Farbe der Keramik der Farbe der originalen Zähne "angepasst" werden kann, so verleihen diese dennoch keine Natürlichkeit, da sie einen milden grauen Farbton aufweisen.

Das Material des Rahmens kann eine Metallallergie ↗ hervorrufen.

Weiterhin ist genau darauf zu achten, auf welche Weise die Vorbereitung der Zähne für die Metallkeramikkronen bzw. -brücken erfolgt.

Die gewöhnliche, sogenannte tangentiale Zubereitung bedeutet nämlich, dass ein Schleifen auch die Gebiete unter dem Zahnfleisch betrifft. Dies ist nötig, um die metallfarbene Kante der Prothese unter dem Zahnfleisch zu verbergen.

Auch kann es vorkommen, dass die Prothese Irritationen am Zahnfleisch hervorruft, das sich verfärben und entzünden kann oder sich sogar zurückzieht.

Dann kann mit der Zeit auch der Metallrahmen der Krone zu sehen sein, was auffällig ist und als nicht ästhetisch empfunden wird.

Die entsprechende Lösung: die Schulterpräparation



Falls die Vorbereitung der Zähne mit einer sogenannten Schulterpräparation erfolgt, dann wird der Rahmen der Metallkeramikkronen vollkommen bedeckt und mögliche Zahnfleischprobleme sind somit auch vermeidbar.

Bei einer Schulterpräparation fertigt der Arzt eine sogenannte Schulter um den Zahn an und auf diesen Schultern "sitzt" die Kante der Prothese, die das Zahnfleisch somit nicht irritieren kann und das so auch seine natürliche rosa Farbe behält.

Eine Metallkeramikkrone ist also eine gute Wahl, wenn Patienten die Kosteneffizienz wichtig ist. Mit der entsprechenden Vorbereitung kann ein sehr ästhetisches Ergebnis erzielt werden.

Metallkeramikkrone oder doch lieber eine Alternative?



Vor- und Nachteile von Metallkeramikkronen
Metallkeramikkrone Wird ein Zahnersatz notwendig, dann stehen viele vor einem großen Dilemma, denn sie müssen eine Wahl treffen, die ihr Leben für Jahre oder auch Jahrzehnte beeinflusst. Es ist daher nicht egal, welche Lösung ausgewählt wird, weshalb Patienten umfassend über die Möglichkeiten beim Zahnersatz informiert sein sollten.
Gelencsér Dental Zahnklinik
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Letzte Änderung: 12. Juni 2018
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér
Autor: Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér, Inhaber der Gelencsér Dental GmbH Zahnmedizinisches und Zahntechnisches Labor in Hévíz, leitender Fachzahnarzt. Schwerpunkte: Prothetik, Ästhetischer Zahnersatz, Implantationszahnersatz, Vollkiefer-Rekonstruktion, Implantation, fester, herausnehmbarer sowie kombinierter Zahnersatz, Gnathologie, Behandlung von Zahnfleischerkrankungen. Folgen Sie ihm auf folgenden Social Media Oberflächen: Facebook, Youtube oder kontaktieren Sie ihn per E-Mail: drgelencser@zahnarzt-ungarn-heviz.de
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